Flughafen München

Integrierter Bericht 2025

Arbeitgeber: positive Effekte für die Region

Mit knapp 9.000 Mitarbeitenden1) sind wir nach der Deutschen Lufthansa AG der zweitgrößte Arbeitgeber am Flughafen-Campus. Zusammen stellen die Deutsche Lufthansa und der Flughafen München Konzern fast zwei Drittel der Arbeitsplätze am Münchner Airport bereit. Die Zahl der Beschäftigten lag campusweit bei rund 37.0002). Das ergab die neue Beschäftigtenerhebung, die alle drei Jahre in Auftrag gegeben wird.

Das Jobangebot am Flughafen München wirkt sich in vielerlei Hin­sicht positiv auf die ganze Region aus: Der Arbeitsagenturbezirk Freising, der auch die Landkreise Erding, Dachau und Ebersberg umfasst, weist mit durchschnittlich 3,1 Prozent nach wie vor eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Deutschland auf. Zum Ver­gleich: Bundesweit lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt bei 6,3 Prozent.

Neben der Quantität trägt auch die Qualität der Jobs zur Wertschöpf­ung in der Region bei: Laut der aktuellen Beschäftigten­erhebung war fast jedes vierte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsver­hält­nis in den Landkreisen Freising und Erding am Flughafen zu finden.

Unsere Attraktivität als Arbeitgeber belegt auch die Zahl der Bewerb­ungen im Berichtsjahr: Mit rund 40.000 wurde 2025 ein neuer Rekord­wert für den Konzern erreicht.

Diversity: Vielfalt als wichtiger Teil der Unternehmenskultur Zusammenfassung

Der Flughafen München profitiert von der Vielfalt seiner Belegschaft. Dabei respektieren wir unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, kulturellem Hinter­grund, sexueller Orientierung und Weltanschauung.

Seit Jahresbeginn 2026 haben wir einen Anti-Diskriminierungs­beauftragten. Wir erfüllen damit nicht nur die Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), sondern setzen ein klares Zeichen für Verantwortung und Prävention. Ziel ist es, Diskri­minierung zu verhindern und Betroffenen eine verlässliche Ansprech­person im Unternehmen zu bieten. 

Kulturelle Vielfalt: internationale Teams 

In unserem Unternehmen arbeiten Menschen vieler verschiedener Nationalitäten zusammen. Die meisten kommen aus Deutschland, gefolgt von Bosnien und Herzegowina, der Türkei, Kroatien, Rumä­nien und den USA. Internationale Teams fördern die interkulturelle Kompetenz und Offenheit unserer Mitarbeitenden.

Mitarbeitende nach Nationalitäten

Karrierechancen: Förderung von Frauen

Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungs­positionen ist uns ein wichtiges Anliegen. Unser Co-Leadership-Pro­gramm unterstützt beispielsweise Führungskräfte, die sich eine Stelle teilen. Weibliche Führungskräfte hatten außerdem auch 2025 die Möglichkeit, am Cross-Mentoring-Programm teilzunehmen, das sie mittels externer Moderation und begleitender Rahmenveranstal­tungen in ihrer Rolle stärkt.

Konzernlagebericht: Frauenquote

Inklusion: Unterstützung für Mitarbeitende mit gesundheitlichen Einschränkungen 

In unserem Unternehmen liegt der Anteil von Mitarbeitenden mit einer Schwerbehinderung bei gut sechseinhalb Prozent. Die gewähl­te Schwerbehindertenvertretung (SBV) setzt sich für die Bedürfnisse der betroffenen Kolleginnen und Kollegen ein. 2025 begleitete sie unter anderem Mitarbeitende im Rahmen von Präventionsverfahren und bei ihrer Wiedereingliederung.

Unser Inklusionsteam, das aus der vom Arbeitgeber bestellten Inklu­sionsbeauftragten und der SBV besteht, engagiert sich für die Gleich­berechtigung und gesellschaftliche Teilhabe von Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung oder Gleichstellung. Prävention, Rehabili­tation und Barrierefreiheit stehen hier genauso im Fokus wie der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit. Im Inklusionsteam arbeiten wir gemeinsam mit Betroffenen und Führungskräften daran, Arbeits­verhältnisse von Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung oder Gleichstellung langfristig zu erhalten.

Tarif: höhere Entgelte durch neuen Abschluss Zusammenfassung

Als Mitglied des Kommunalen Arbeitgeberverbands Bayern wenden wir den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst für die Sparte Flug­häfen (TVöD-F VKA) an. Unsere Beschäftigten profitieren von einer tariflich geregelten betrieblichen Altersversorgung bei der Bayer­ischen Versorgungskammer – Zusatzversorgungskasse der bayer­ischen Gemeinden. Das Jahr 2025 brachte etliche Verbesserungen für die Mitarbeitenden mit sich.

Auf Grundlage des Tarifabschlusses vom 6. April 2025 erhielten die Beschäftigten der FMG rückwirkend zum 1. April 2025 eine Entgelt­erhöhung um 3,0 Prozent, mindestens jedoch monatlich 110 Euro. Darüber hinaus wurden Zulagen für Schicht- und Wechselschicht­arbeit deutlich angehoben. Zum 1. Mai 2026 ist eine weitere lineare Entgelterhöhung um 2,8 Prozent vorgesehen.

Für die Beschäftigten im Branchentarifvertrag Bodenverkehrs­dienste wurde die bereits zum 1. April 2025 um 3,0 Prozent angehobene Entgelttabelle zum gleichen Zeitpunkt nochmals um 3,0 Prozent bezieh­ungsweise mindestens um monatlich 110 Euro erhöht. Zudem wurden zum 1. Juli 2025 erstmals Schicht- und Wechsel­schichtzulagen eingeführt. Zum 1. Mai 2026 wurde das jeweilige Tabellenentgelt um 35 Euro und das um diesen Betrag erhöhte Tabellenentgelt mit 2,8 Prozent dynamisiert.

Zudem sind folgende neue Vereinbarungen zu Arbeitszeitthemen für den TVöD-F gültig:

  • die Möglichkeit, Teile der Jahressonderzahlung in bis zu drei zusätzliche freie Tage umzuwandeln

  • die Option, die wöchentliche Arbeitszeit beiderseits freiwillig und befristet auf bis zu 42 Stunden zu erhöhen

Unabhängig davon gibt es weitere tarifliche Verbesserungen: Seit dem 1. Januar 2026 wird die Jahressonderzahlung für die TVöD-Beschäf­tigten einheitlich für alle Entgeltgruppen auf 85 Prozent eines durch­schnittlichen Monatsentgelts angehoben. Ab dem Kalenderjahr 2027 erhalten alle Beschäftigten außerdem einen zusätzlichen Tag Erhol­ungsurlaub (umgerechnet auf eine Fünf-Tage-Woche).

Wohnraum: vielfältiges Angebot für Mitarbeitende

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber bieten wir unseren Mitarbeit­enden verschiedene Arten von Wohnraum an: Wohnheimplätze und möblierte Apartments, auch zur temporären Nutzung, Wohn- und Mehrfamilienhäuser in unterschiedlichen Ausstattungs- und Preis­kategorien sowie ein Mitarbeiterhotel mit rund 200 Betten für neu eingestellte Beschäftigte. Um das Portfolio an den wachsenden Bedarf anzupassen, laufen weitere Untersuchungen und Entwick­lungs­projekte. So prüfen wir, wie wir mittel- und langfristig neue Bauvorhaben auf eigenen Grundstücken in unseren direkten Anrai­nergemeinden, insbesondere auch in Zusammenarbeit mit externen Projektentwicklern, realisieren können.

FMG und Wohnen – Flughafen München

Arbeits- und Gesundheitsschutz: körperlich und mental gesund bleiben Zusammenfassung

Für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Beschäftigten setzen wir uns aktiv ein. Unser ganzheitlicher Ansatz verbindet die Bereiche Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit und Arbeits­medizin und stellt die Prävention und Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt.

Ziel ist es, gesundheitliche Risiken am Arbeitsplatz so gering wie möglich zu halten. Dabei unterstützt und berät das Fachteam kon­zernweit, alle gesetzlichen und betrieblichen Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes umzusetzen und die Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Dazu nutzt es passende Kennzahlen und wertet diese regelmäßig aus.

Im Berichtsjahr erhielten wir den »Corporate Health Award«, mit dem Unternehmen ausgezeichnet werden, die vorbildliche Gesund­heitsstrategien umsetzen und eine nachhaltige Gesundheitskultur fördern.

Flughafen München erhält Exzellenz-Siegel für Gesundheitsmanagement – Flughafen München

Gesundheitsförderung als Strategie

Unser vielfältiges Angebot zur Gesundheitsförderung steht den Mit­arbeitenden seit April 2025 kostenlos zur Verfügung und umfasst die Themen Bewegung, Ernährung, Ergonomie-Beratung, mentale Ge­sundheit sowie zielgruppenspezifische Formate, die sich zum Beispiel an Auszubildende richten. Hinzu kommen ein firmeneigenes Fitness­studio, Vorträge, Aktionstage und das Präventionsprogramm »RV Fit«, das wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversich­erung anbieten. Seit Anfang 2024 steht unseren Mitarbeitenden außerdem ein Unterstützungsservice bei psychischen Belastungen zur Verfügung. Telefonisch oder über die Plattform »myFürstenberg« können Beschäftigte bei seelischen Problemen, Konflikten und Belastungssituationen das 24-Stunden-Angebot des Fürstenberg-Instituts in Anspruch nehmen.

Bereits seit über 30 Jahren haben wir eine erfolgreiche Kooperation mit der AOK Bayern im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförder­ung. Die Mitarbeitenden am Flughafen profitieren von der langjäh­rigen Zusammenarbeit, die eine Vielzahl an präventiven Angeboten zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz bietet.

Automatisierung schafft Erleichterung 

Wir möchten Automatisierungslösungen dazu nutzen, die körperli­chen Belastungen unserer Mitarbeitenden spürbar zu reduzieren. In den vergangenen Jahren haben wir im Rahmen zweier Pilotpro­jekte wichtige Erkenntnisse zur Automatisierung im Gepäck­verlade­prozess gewonnen: Dabei arbeiteten wir beim »Vario Tip«, der die automati­sierte Entladung von Gepäck aus Flugzeugcontainern er­möglicht, mit Siemens zusammen und beim »Bagbot«, einer auto­matisierten Be- und Entladetechnik für Gepäck im Flugzeugrumpf, mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik. Die gesammelten Erfahrungen dienen nun als Grundlage für weitere technologische und organisatorische Entwicklungsschritte.

Mit BEM zurück ins Arbeitsleben 

Eine wichtige Rolle spielt auch unser Betriebliches Eingliederungs­management (BEM). Es unterstützt Mitarbeitende von FMG und AeroGround nach längeren Phasen der Arbeitsunfähigkeit dabei, ihre Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit wiederherzustellen, zu fördern oder zu erhalten. Und es leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, die Teilhabe von schwerbehinderten und gleichgestell­ten Beschäf­tigten am Arbeitsleben unter besonderer Berücksichtig­ung (drohen­der) psychischer Beeinträchtigungen zu fördern.

Jahresbericht Arbeits- und Gesundheitsschutz

Ausbildung: Karrierestart mit Perspektive Zusammenfassung

Der Flughafen München bietet jungen Menschen vielfältige Einstiegs­möglichkeiten und hat sich damit fest als Ausbildungsadresse erster Wahl etabliert. Insgesamt arbeiten und lernen knapp 700 Auszubild­ende und Studierende in Unternehmen auf dem Flughafen-Campus, wie die Beschäftigtenerhebung für 2024 ergab. Die meisten Nach­wuchskräfte gibt es im Bereich Flughafenbetrieb (251), gefolgt von Spedition und Fracht (129) sowie dem Luftverkehr (123) und dem Gastgewerbe (61).

Beschäftigtenerhebung: Auszubildende nach Branchen

Anzahl Personen

Balkendiagramm der Auszubildenden am Flughafen München nach Branchen, Anzahl Personen. Flughafenbetrieb: 251; Spedition und Fracht: 129; Luftverkehr: 123; Gastgewerbe: 61; Öffentliche Sicherheit und Ordnung: 54; Handel: 23; sonstige Branchen: 57.
Balkendiagramm der Auszubildenden am Flughafen München nach Branchen, Anzahl Personen. Flughafenbetrieb: 251; Spedition und Fracht: 129; Luftverkehr: 123; Gastgewerbe: 61; Öffentliche Sicherheit und Ordnung: 54; Handel: 23; sonstige Branchen: 57.

Mit konzernweit 23 Ausbildungsrichtungen und dualen Studiengän­gen ist die FMG einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region. Das Ausbildungsspektrum ist breit: Es reicht von Einzelhandel und Gastronomie über Wirtschaft und Logistik bis hin zu IT und Technik, Sicherheit und Feuerwehr. 84 junge Menschen starteten zum 1. Sep­tember 2025 ihre Karriere bei der FMG und ihren Tochterunternehmen. 32 Jugendliche und junge Erwachsene beendeten 2025 in der FMG ihre Ausbildung oder ihr duales Studium, allen konnte eine Übernahme angeboten werden.

Das große Interesse an einem Karrierestart am Flughafen zeigte sich erneut in der Bewerbungsphase 2025. Noch vor dem Jahreswechsel waren fast alle Ausbildungs- und Studienplätze mit Beginn im Sep­tember 2026 besetzt. Vorgezogene Ausschreibungen und eine grö­ßere Flexibilität bei den Einstiegsvoraussetzungen und im Auswahl­prozess erleichtern den Zugang zu unserer Ausbildung. Dafür sorgen auch zielgruppenorientierte Marketingaktivitäten und Karrierever­anstaltungen. Seit 2025 gibt es zudem neue tarifliche Regelungen zur Übernahme. Für die Absolvierenden bedeutet das eine größere Arbeitsplatzsicherheit und eine Perspektive für eine weitere Beschäf­tigung am Airport.

Wir kümmern uns nicht nur um Nachwuchskräfte, sondern um Talente aller Altersstufen: Im Juni 2025 richteten wir die zweite »jobmesse munich airport« aus. Rund 90 Arbeitgeber, darunter die Unternehmen des Flughafen München Konzerns, präsentierten über zwei Tage mehreren Tausend Besucherinnen und Besuchern ihre Einstiegsangebote für sämtliche Altersgruppen und Qualifikationen.

Beschäftigtenerhebung: Entwicklung der Anzahl der Auszubildenden

Anzahl Personen

Balkendiagramm der Entwicklung der Anzahl der Auszubildenden am Flughafen München, Anzahl Personen, für die Erhebungsjahre 2015 bis 2024. 2015: 660; 2018: 665; 2021: 471; 2024: 698.
Balkendiagramm der Entwicklung der Anzahl der Auszubildenden am Flughafen München, Anzahl Personen, für die Erhebungsjahre 2015 bis 2024. 2015: 660; 2018: 665; 2021: 471; 2024: 698.

Arbeitgeberbroschüre

Potenziale: stärken, was uns voranbringt Zusammenfassung

Führung: Klares Leitbild gibt Orientierung

Der Führungsstil hat einen starken Einfluss auf die Motivation, Leistung und Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen. Unser Führungsleitbild zeigt, was wir von Führungskräften erwarten und wie sie bestmöglich mit ihren Teams zusammenarbeiten: wert­schätzend, vertrauensvoll und mit ehrlichem Feedback. Der Führ­ungsdialog als regelmäßiger Beurteilungsprozess folgt diesem Leitbild. Ein außertarifliches Vergütungssystem fördert außerdem die Leistungs- und Ergebnisorientierung unserer Führungskräfte.

Diverse Programme hatten auch 2025 eine höhere Führungsqualität zum Ziel. 43 neue Führungskräfte stärkten beim zwölfmonatigen Programm »Get ready« ihre Führungskompetenzen. Am Programm »Get ready operativ«, speziell für Führungskräfte in operativen Bereichen, nahmen 2025 elf Personen teil. Das konzernweite Mentoring-Programm »MentorMe« führte im Berichtsjahr zwanzig interdisziplinäre Tandems zusammen. Interessierte Kolleginnen und Kollegen, die neu in einer Führungsrolle sind oder sich darauf vor­bereiten möchten, tauschen sich dabei ein Jahr lang regelmäßig mit erfahrenen Führungskräften des Konzerns aus und erhalten praxis­orientierte Beratung und Unterstützung.

Entwicklung: Talente entdecken und weiterbilden 

Damit unser Flughafen auch in Zukunft erfolgreich ist, brauchen wir Menschen, die Verantwortung übernehmen und unsere Strategie nachhaltig vorantreiben. Während es beim »Development Day« darum geht, Talente zu entdecken und individuelle Entwicklungs­empfehlungen auszusprechen, widmet sich das Programm »Tomorrows« über einen längeren Zeitraum dem Lernfeld »steuer­nde Verantwortung«. Im Januar 2025 startete das Programm mit 25 Leistungsträgerinnen und -trägern. Dabei deckt »Tomorrows« für den Flughafen strategisch relevante Kompetenzfelder ab und vermittelt den neuesten Stand zu Themen wie Kommunikation, Füh­rung und Leadership, persönliches Auftreten und Stärkenorientierung.

Von zahlreichen weiteren Entwicklungsmöglichkeiten profitiert unsere gesamte Belegschaft: Neben der fachlichen Qualifizierung insbesondere für die operativen Bereiche reicht unser Angebot von Seminaren und digitalen Inhalten über die finanzielle und zeitliche Förderung berufsbegleitender Weiterbildungen bis zur Teilnahme an externen Seminaren und Fachtagungen. Die Berufsvielfalt im Konzern und die interne Ausschreibung aller vakanten Stellen bieten unseren Mitarbeitenden viele Entwicklungs- und Veränderungspers­pektiven – sei es am Standort Flughafen München oder auch bei Auslandspro­jekten im internationalen Geschäft.

AirportAcademy: neue Aufgaben und Kooperationen 

Wir betreiben mit der AirportAcademy ein konzerneigenes Bildungs­zentrum am Standort LabCampus mit über 60 Beschäftigten. Es erfüllt die Anforderungen nach DIN ISO 9001:2015, ist zertifizierter Bildungsträger nach der Akkreditierungs- und Zulassungsver­ord­nung Arbeitsförderung (AZAV) sowie akkreditiertes Trainingsinstitut des Airports Council International und der International Civil Aviation Organization (ICAO) im Rahmen des Trainair Plus-Programms.

Das Aufgabenspektrum der AirportAcademy hat sich ausgeweitet: 2025 haben wir nun auch die Ausbildung der FMG und die Personal­entwicklung mit dem Fokus Learning und Development in die Aca­demy integriert. Seit September 2025 ist die Academy außerdem für die Kooperationen mit unseren Sister Airports verantwortlich.

Eine Premiere ist für die AirportAcademy die Zusammenarbeit mit einer internationalen Universität: Für den neu eingeführten Studien­gang »Executive MBA in Aviation« an der University of Colorado in Denver, der 2026 startet, wird sie speziell auf den Lehrplan abge­stimmte Trainingsmodule konzipieren und durchführen. Zusätzlich schloss die Academy mit der Capital Airports Management Academy eine Kooperationsvereinbarung zu gemeinsamen Trainingsprojekten ab.

2025 nutzten interne und externe Kundinnen und Kunden an 21.550 Teilnehmertagen (2024: 36.250) das Angebot der AirportAcademy. Seminare rund um die Qualifikationen für den operativen Flughafen­betrieb bildeten dabei den Schwerpunkt. Der Rückgang der Teilneh­mertage resultiert aus dem Abschluss der Rekrutierungsoffensive in der Flugzeugabfertigung. Bei den digitalen Lehr- und Lernformen stieg die Anzahl der Teilnehmenden auf 34.300 (2024: 33.000). Wie im Vorjahr waren bei den digitalen Kursen vor allem Inhalte aus den Bereichen Aviation und Security gefragt. 

Die digitale Lernplattform LXP (Learning Experience Plattform) bietet seit dem zweiten Quartal 2025 erweiterte Funktionalitäten an. Dort sind zentral alle analogen und digitalen Trainingsformate der AirportAcademy und Kurse anderer Anbieter buchbar. Zukünftig wird das Portfolio durch digitale Prüfungen und Wissenstests, Videos, Simulationen über Virtual Reality oder Gamification ergänzt werden.

AirportAcademy

Sister Airports: intensiver Austausch mit Partnerflughäfen 

Die AirportAcademy koordinierte 2025 den Austausch mit unseren Sister Airports weltweit und bot Mitarbeitenden so die Möglichkeit zur fachlichen, kulturellen und persönlichen Weiterentwicklung. Im Berichtsjahr fanden gegenseitige Besuche mit den Flughäfen Denver und Singapur statt. Der Fokus lag dabei auf den Themen Infrastruk­tur, Handel, Konzessionen, Sicherheit und Parken.

Delegationen aus Nagoya und von Airports of Thailand reisten 2025 nach München, um am Business Continuity Airport Forum teilzuneh­men, einer fachlichen Austauschplattform für Business Conti­nuity Management-Expertinnen und -⁠Experten. Zudem organisierte der Changi Airport Singapur einen Vor-Ort-Austausch zu den Berei­chen Airside-Operations, Runway-Inspektionen sowie Wildlife-Management.

Über das Sister-Airport-Netzwerk hinaus waren der Flughafen Mün­chen und die AirportAcademy 2025 in internationalen Wissens- und Austauschformaten aktiv, darunter die Passenger Terminal Expo sowie das Global Implementation Support-Symposium der ICAO. 2026 liegt der Schwerpunkt darauf, die Aktivitäten in konkrete Pro­jekte und Lernformate zu überführen, die die Fähigkeiten der Beleg­schaft sowie das organisatorische Know-how stärken.

Partnerflughäfen

  1. Mitarbeitende im Konzern ohne Auszubildende, geringfügig Beschäftigte, Leiharbeitnehmende sowie Praktikanten (Stichtag: 31.12.2025).

  2. Die Zahl bezieht sich auf das Jahr 2024.