Flughafen München

Integrierter Bericht 2025

Sicherheit: hohe Standards

Das Thema Sicherheit hat an einem internationalen Verkehrsflug­hafen oberste Priorität. Einen sehr hohen Stellenwert nehmen am Flughafen München sowohl die allgemeine Sicherheit (Security) als auch – gemäß den gesetzlichen Vorschriften des Luftverkehrs – der sichere Flugbetrieb (Safety) ein. Gerade vor dem Hintergrund stei­gender Verkehrszahlen liegt das Augenmerk von Airport Safety da­rauf, Unfälle und Gefahrensituationen zu vermeiden und zu mini­mieren sowie systematisches Fehlerpotenzial zu erkennen.

Managementansatz »Sicherheit«
Drohnen – Flughafen München

Sicherer Flugbetrieb: Unfallgefahr minimieren

Innerhalb der Europäischen Union sind gemeinsame Standards für die Planung, den Betrieb und den Unterhalt von Flughäfen festgeschrieben, die auch wir verbindlich umsetzen müssen. Die Betriebserlaubnis für den Flughafen München ist unmittelbar an die im Dezember 2017 erteilte Zertifizierung der European Aviation Safety Agency (EASA) gekoppelt. Damit verbunden ist der fort­währende Nachweis der Einhaltung relevanter Anforderungen gegenüber der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde, der Regierung von Oberbayern, Luftamt Südbayern. Wir verfügen dazu über ein Safety-Management-System. Damit überwachen wir kontinuierlich den laufenden Flug- und Abfertigungsbetrieb mit Blick auf Risiken und Entwicklungen, um rechtzeitig zielgerichtete Maßnahmen ab­leiten zu können. Um den Anforderungen zu entsprechen, realisieren wir bauliche Änderungen an der flugbetriebsrelevanten Infrastruktur oder an den Betriebs- und Organisationsprozessen im Einklang mit den EASA-Vorgaben und wenden dabei Safety-Risikobewertungen und Compliance-Prüfungen an.

Konzernlagebericht/Risikobericht

Flugsicherheit: smartes Biotopmanagement Zusammenfassung

Kollisionen von Luftfahrzeugen mit schwergewichtigen Vögeln oder Vogelschwärmen können die Sicherheit des Flugbetriebs gefährden. Mit einem speziellen Biotopmanagement beugen wir möglichen Kol­lisionen vor:

  • Die Wiesenbestände werden nur zweimal im Jahr gemäht, da langes Gras Greifvögeln die Beutesuche erschwert. Schwarmvögel wieder­um meiden diese Flächen aufgrund des fehlenden Sichtkontakts untereinander. 

  • Das Gelände auf und um den Flughafen ist für kritische Vogelarten unattraktiv gestaltet. 

  • Die Entwässerungsgräben nahe den Start- und Landebahnen sind mit Stahlseilen überspannt, um Wasservögeln den Zugang zu er­schweren. Viele Rollwegschilder und sonstige Aufsitzmöglichkeiten sind im Start- und Landebahnsystem mit Spikes ausgestattet, um flugsicherheitsrelevanten Greifvögeln dort keine Aufsitzmöglich­keiten zu bieten.

  • Das Wildlife-Management-Team bei der Verkehrsaufsicht beobach­tet die Vogelpopulation auf dem Flughafengelände und in relevan­ten Biotopen im Umkreis, um mögliche Gefahren durch Vogelflug­bewegungen frühzeitig abzuwehren. Bei Bedarf ergreift es Maß­nahmen, um Vögel zu vergrämen.

Wir stehen zum Thema Vogelschlagverhütung mit den relevanten Partnern sowie Institutionen in engem Kontakt, insbesondere mit den Airlines, der Deutschen Flugsicherung, regionalen und über­geordneten Behörden sowie dem Deutschen Ausschuss zur Verhüt­ung von Vogelschlägen im Luftverkehr e. V. (DAVVL). Die Statistik des DAVVL weist für den Flughafen München seit vielen Jahren eine ver­gleichsweise niedrige Wildlife-Strike-Rate aus. 2025 war sie im Bun­desdurchschnitt in Area 1 um rund 13,08 Prozent höher als auf dem Münchner Flughafengelände.