Flughafen München

Integrierter Bericht 2025

Management­ansätze und
Nachhaltigkeits­programm

Die für den Flughafen München wesentlichen Themen wurden auf Basis einer Wesentlichkeitsanalyse identifiziert. Die Bedeutung dieser Themen wurde durch eine Befragung interner Fachexpertinnen und -experten ermittelt und in einer Wesentlichkeitsmatrix visualisiert. Die Managementansätze folgen den Vorgaben der im GRI-Content-Index dargestellten GRI-Standards und erläutern, wie der Flughafen München diese Themen handhabt.

Umwelt und Klimaschutz

Beispiele

Klimaschutzmaßnahmen, Verbesserung der Luftgüte

Bedeutung und Auswirkung
  • Der Betrieb eines Flughafens verursacht Emissionen. Zu den Emittenten zählen unter anderem der Flugbetrieb, die Bodenabfertigungsgeräte, die Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte, der flughafeneigene Fuhrpark sowie der Betrieb der Flughafeninfrastruktur und der öffentliche wie auch nicht öffentliche Landverkehr. Diese Emissionen haben sowohl Auswirkungen auf das globale Klima als auch auf die Luftqualität.

Steuerung und Kontrolle
  • Um Emissionen zu reduzieren, verfolgt der Flughafen ein ambitioniertes CO₂-Management im Rahmen seiner Net-Zero-Strategie. Ziel ist es, dass der Betrieb des Flughafens München ab 2035 kein CO₂ mehr in der Atmosphäre hinterlässt. Dies bedeutet, dass die von uns beeinflussbaren Emissionen (Scope 1 und 2) um mindestens 90 Prozent reduziert werden. Die verbleibenden maximal zehn Prozent sollen durch geeignete Projekte aktiv und dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt werden. Das Basisjahr ist 2016. Zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen werden Maßnahmen in vier Bereichen umgesetzt: in der Energieversorgung, bei den flughafentechnischen Anlagen, in den Gebäuden sowie im Fuhrpark.

  • Grundlage aller Klimaschutzmaßnahmen ist eine verlässliche und international vergleichbare Erfassung der CO₂-Emissionen. Auf Basis dieser Daten wird nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol der CO₂-Footprint erstellt, in dem die Treibhausgasemissionen des Flughafens detailliert aufgeschlüsselt werden.

  • Für die Beurteilung der Luftqualität am Flughafen und in dessen Umgebung sind insbesondere Stickstoffoxide und Feinstaub von großer Bedeutung. Die Erfassung dieser Parameter erfolgt durch Messungen gemäß den Vorgaben der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung. Dabei werden nicht nur die durch den Flughafen und den Flugbetrieb verursachten Emissionen erfasst, sondern auch die großräumige Hintergrundbelastung z. B. aus landwirtschaftlichen und industriellen Prozessen, aus der Beheizung von Wohngebäuden, aus der Energieerzeugung sowie aus dem Straßenverkehr. Die Messungen werden ganzjährig und kontinuierlich an mehreren Standorten im Flughafenumfeld durchgeführt. Ergänzend dazu wird während der Vegetationsperiode vom Frühjahr bis zum Herbst ein Biomonitoring mithilfe von Weidelgras und Grünkohl sowie ein sogenanntes Honigmonitoring durchgeführt, um mögliche Einflüsse des Flughafens auf Futtermittel und Lebensmittel zu untersuchen.

  • Darüber hinaus engagiert sich die FMG gemeinsam mit Partnern in Projekten, um die Reduktion der Treibhausgasemissionen und die Verbesserung der Luftgüte voranzutreiben. Mit einem Bündel von Maßnahmen und Projekten sollen die am Flughafen ansässigen Unternehmen – insbesondere die Airlines – dabei unterstützt werden, ihre eigenen CO₂-Emissionen zu verringern. Die Reduzierung dieser Scope-3-Emissionen wird in enger Zusammenarbeit mit den Partnern vorangetrieben. Unter anderem ist die FMG Gründungsmitglied von aireg (Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany e. V.). Die Organisation setzt sich für die Steigerung der Verfügbarkeit und Verwendung von Flugkraftstoffen aus erneuerbaren Energien in der Luftfahrt ein.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen wird regelmäßig überprüft. Die FMG nimmt jährlich am CDP-Ranking (Carbon Disclosure Project) teil, in dessen Rahmen die Klimastrategie, die Klimadaten sowie die Qualität und Wirksamkeit der Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen bewertet werden. Darüber hinaus beteiligt sich die FMG im Zertifizierungssystem des ACI (Airports Council International) zur Erlangung des Gütesiegels ACA (Airport Carbon Accreditation) sowie im Umwelt- und Klimapakt Bayern und im Münchner Klimapakt. Letzterer ist eine Initiative der Stadt München gemeinsam mit Münchner Großunternehmen, die einen Beitrag zur geplanten Klimaneutralität der Stadt bis 2035 leisten wollen.

  • Die Ergebnisse der Luftgütemessungen am Flughafen München zeigen seit Jahren Konzentrationen deutlich unterhalb der derzeit geltenden gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit für Stickstoffoxide und Feinstaub. Auch im Hinblick auf die neue europäische Luftqualitätsrichtlinie werden die ab 2030 geltenden strengeren Grenzwerte bereits heute eingehalten. Darüber hinaus bestätigen die Ergebnisse des Bio- und Honigmonitorings die Einhaltung der geltenden lebensmittel- und futtermittelrechtlichen Höchstgehalte. Durch die kontinuierliche Veröffentlichung der Daten wird Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und den zuständigen Behörden gewährleistet. 

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Klimastrategie Net Zero 2035

Planung und Umsetzung von geeigneten Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen

fortlaufend 

fortlaufend 

Planung und Umsetzung von geeigneten Removal-Maßnahmen, beispielsweise auch des Projekts »Klimawald MUC«

2035

fortlaufend

Planung und Umsetzung von geeigneten Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen bei Kunden und Partnern 

2035

fortlaufend

Bezug zur Strategie 2030+

Grüne Mobilitätsdrehscheibe

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

7, 13, 17

Kennzahlen im Jahresvergleich

Energieverbrauch und Emissionen
Treibhausgasemissionen
Schadstoffkonzentrationen
Luftschadstoffe

Der Flughafen München misst die Leistung seiner Führungskräfte auch mithilfe nicht finanzieller Steuerungskennzahlen. Mit der Kennzahl »CO₂-Einsparungen« misst der Flughafen München die Reduktion der Emissionen, die er durch die gezielte Umsetzung von CO₂-Einsparmaßnahmen erreicht. Diese werden im Konzernlagebericht beschrieben und die Entwicklung transparent dargestellt.

Steuerungskennzahlen
Zielerreichung
Ausblick

Weiterführende Informationen

Klimaschutzstrategie
CO₂-Einsparung: unser Weg zu Net Zero
Luftgüte: konsequentes Monitoring
Net Zero
Luftgüte

Beispiele

Sparsamer Wasser- und Energieverbrauch, Kreislaufwirtschaft

Bedeutung und Auswirkung
  • Der Flughafen München misst dem Schutz natürlicher Ressourcen sowie der Begrenzung von Umweltauswirkungen im Betrieb und bei Ausbaumaßnahmen einen hohen Stellenwert bei. Der Energieverbrauch eines internationalen Flughafens ist vergleichbar mit dem einer Kleinstadt. Daher kommt einem sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen besondere Bedeutung zu.

  • Das unternehmenseigene Blockheizkraftwerk (BHKW) am Flughafen München ist ein zentrales Element der Energieversorgung. Der größte Anteil an Abfällen und Wertstoffen stammt von den Beteiligungsgesellschaften, den am Flughafen ansässigen Unternehmen sowie von den Airlines. Neben Energie und Abfall spielt auch der Wasserverbrauch eine wesentliche Rolle; dieser wird unter anderem für die Trinkwasserversorgung, die Löschwasserbereitstellung und die Gebäudetechnik benötigt. Ein effizienter Einsatz von Energie, Wasser und Materialien ist daher ein wesentlicher Bestandteil eines ressourcenschonenden Flughafenbetriebs. 

Steuerung und Kontrolle
  • Die Flughafen München GmbH ist autorisiert, die Abfallwirtschaft auf Grundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes eigenverantwortlich durchzuführen. Priorität hat die Abfallvermeidung und die Rückführung von Wertstoffen in den Stoffkreislauf.

  • Zur nachhaltigen Energieversorgung wird die Photovoltaik auf dem Flughafengelände massiv ausgebaut. Hinzu kommt der Einkauf von regenerativem Strom und sogar der Aufbau eines weiteren Stromnetzes, mit dem die erforderlichen Mengen versorgungssicher bereitgestellt werden können. Daneben werden wir unser flughafeneigenes Blockheizkraftwerk mit Gas aus erneuerbaren Quellen – sogenanntem Biomethan – betreiben. 

  • Am Flughafen München wird konsequent auf einen sparsamen Umgang mit Wasser geachtet. In den Terminals reduzieren wassersparende Armaturen den Verbrauch. Für nicht trinkwasserrelevante Zwecke – wie die Bewässerung von Grünflächen oder die Reinigung von Straßen und Kanälen – wird oberflächennahes Grundwasser eingesetzt, wodurch der Trinkwasserverbrauch sinkt. Auch am Feuerwehrübungsplatz ersetzt gesammeltes Niederschlagswasser sauberes Trinkwasser bei Löschübungen.

  • In Autowaschstraßen wird das anfallende Abwasser wiederaufbereitet und mehrfach genutzt. Ergänzend dazu sorgt ein komplexes Entwässerungssystem dafür, dass Abwässer je nach Herkunft getrennt erfasst, gereinigt und möglichst wiederverwertet werden. So wird z.B. das glykolhaltige Abwasser aus der Flugzeugenteisung gesammelt und an der hier am Flughafen angesiedelten Recyclinganlage wieder zu gebrauchsfertigen Flugzeugenteisungsmittel aufbereitet. Dies reduziert den Bedarf an neuen Enteisungsmittel und trägt so zur Ressourcenschonung bei.

  • Ein modernes Monitoringsystem mit Grundwassermessstellen und Messeinrichtungen an Gräben und Bächen gewährleisten eine umfassende qualitative und quantitative Überwachung.

  • Die Umweltabteilung mit dem Team »Wasser, Boden, Luft« entwickelt Strategien im Umgang mit Wasser, liefert die fachlichen Grundlagen für wasserrechtliche Genehmigungsverfahren und kontrolliert die Auswirkungen des Flughafens auf Gewässer durch ein umfangreiches Monitoring. Der Betrieb der wasserwirtschaftlichen Anlagen und des BHKWs ist im Servicebereich Technik angesiedelt. Diese unterschiedlichen Perspektiven ergänzen sich und sorgen für innovative Lösungen sowie effektives Monitoring.

  • Das Umweltmanagementsystem ist nach ISO 14001, EMAS und ISO 50001 zertifiziert und umfasst regelmäßige interne Audits sowie externe Prüfungen. Die Ergebnisse werden im Umweltbericht veröffentlicht. 

Ergebnisse und Entwicklung
  • Der Flughafen München konnte den Trinkwasserverbrauch in den letzten Jahren kontinuierlich senken und die Recyclingquote für Abfälle steigern. Im Mittel können rund 55 Prozent des für die Flugzeugenteisung verwendeten Glykols vor Ort aufbereitet werden und erneut zur Flugzeugenteisung eingesetzt werden. Die Ergebnisse der Grundwasser- und Oberflächengewässerüberwachung zeigen, dass der Bau und Betrieb des Flughafens keine nachteiligen Auswirkungen auf die Qualität und Quantität des Grundwassers und der Oberflächengewässer haben.

  • Auch im Energiebereich zeigen sich Fortschritte: Effizienzmaßnahmen, der Ausbau erneuerbarer Energien und die geplante Umstellung des BHKW tragen zur Reduzierung energiebedingter CO₂-Emissionen bei.

  • Die Zertifizierungen nach ISO 14001, EMAS und ISO 50001 wurden erfolgreich aufrechterhalten. Das Umweltmanagementsystem wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, um neue Technologien zu integrieren, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und innovative Umweltprojekte umzusetzen. Ergebnisse und Auswertungen werden transparent veröffentlicht, um die Öffentlichkeit und Behörden umfassend zu informieren. 

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
  

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Schonender Umgang mit Trinkwasser

Verstärkter Einsatz von Brauchwasser statt Trinkwasser durch den Bau von Brauchwasserbrunnen 

2028 (verlängert)

75

Etablierung, Betrieb und kontinuierliche Weiterentwicklung des Umweltmanagementsystems nach EMAS und DIN EN ISO 14001

Steuerung des Umweltmanagementsystems gemäß EMAS und DIN EN ISO 14001 für die FMG inklusive der Durchführung interner und externer Audits sowie Rezertifizierung und Revalidierung 

fortlaufend

fortlaufend

Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Umweltaspekte rund ums Arbeiten

Förderung von umweltbewussterem Verhalten der Belegschaft (beispielsweise durch Ressourcenschonung, nachhaltiges Pendeln, Abfallerzeugung und -recycling)

fortlaufend

fortlaufend

Bezug zur Strategie 2030+

Grüne Mobilitätsdrehscheibe

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

6, 7, 12, 13, 15 

Kennzahlen im Jahresvergleich

Trinkwasser
Brauchwasser
Abwasser
Abfall
Enteisungsmittel
Energieintensitätskoeffizient
Energieverbrauch und Emissionen 

Weiterführende Informationen

Scope 1 und Scope 2
Ressourcen
Broschüre Wasser und Wasserschutz

Beispiel

Förderung und Erhalt der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten auf den Flughafenflächen

Bedeutung und Auswirkung
  • Die Versiegelung von Flächen sowie der Ausbau und Betrieb des Flughafens führen zwangsläufig zu Eingriffen in den Naturhaushalt des Flughafengeländes. Diese Eingriffe wirken sich sowohl auf interne Betriebsflächen als auch auf das umliegende Ökosystem aus. Um negative Folgen für Flora und Fauna zu minimieren, setzt der Flughafen München ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen um. Ziel ist es, bestehende Flächen ökologisch aufzuwerten, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern sowie Arten der ursprünglichen Niedermoorlandschaften wieder geeignete Lebensräume zur Verfügung zu stellen.

  • Etwa die Hälfte (54 %) des knapp 1.600 Hektar großen Flughafengeländes sind Grünflächen. Vor allem innerhalb des Sicherheitszauns, auf den Grünflächen zwischen den Start- und Landebahnen und deren Infrastruktureinrichtungen, sind durch gezielte Pflege eine artenreiche Vegetation und ökologisch wertvolle Lebensräume vor allem für seltene Wiesenbrüter entstanden. In der Randzone (Grüngürtel), also im unmittelbaren Nahbereich des Flughafengeländes, wurde die Landschaft durch artenreiche Extensivwiesen und Gehölzen im Umfang von circa 250 Hektar strukturiert. Auf diese Weise konnte auch ein Erosions- und Lärmschutz für das Umland geschaffen werden, außerdem erfüllt die Randzone als Puffer die Funktion, den Flughafen in die Landschaft einzubinden. Zusätzlich wurden über 520 Hektar Ausgleichsflächen hergestellt. Dieses Biotopverbundsystem besteht aus Korridoren mit extensiv genutztem Magergrünland, Hochstaudenfluren, Feuchtstandorten, Amphibienlaichgewässern, Waldparzellen und Gebüschstreifen. Die zuständigen Naturschutzbehörden haben deren auflagenkonforme Anlage und Pflege bestätigt. Diese Flächen leisten mit ihrer struktur- und artenreichen Vegetation einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in der Region.

Steuerung und Kontrolle
  • Die Planung, Umsetzung, Pflege und Kontrolle der ökologischen Maßnahmen erfolgt innerhalb der FMG durch mehrere zuständige Fachabteilungen. Dazu zählen systematische Monitorings der Tier‑ und Pflanzenbestände sowie die Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen auf dem Flughafengelände und in angrenzenden Bereichen. Die 666 Hektar großen Flughafenwiesen im Europäischen Vogelschutzgebiet »Nördliches Erdinger Moos« bieten dabei einen zentralen Lebensraum für gefährdete Wiesenbrüter.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Die ökologischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen haben artenreiche Vegetationsstrukturen und wertvolle Lebensräume geschaffen. Die ordnungsgemäße Anlage der mehr als 520 Hektar Ausgleichsflächen sowie die stabile Entwicklung der Flughafenwiesen belegen ihre Wirksamkeit. Zusätzlich markieren die 2024 durchgeführten Probepflanzungen klimaangepasster Baumarten einen Schritt zur langfristigen Anpassung der Flächen an zukünftige klimatische Veränderungen.

  • Der Flughafen wurde erneut als »Blühender Betrieb« ausgezeichnet. Die Auszeichnung, deren Voraussetzungen unter anderem eine naturnahe und insektenfreundliche Flächengestaltung, ein durchgängiges Blütenangebot, Überwinterungsstrukturen sowie der Verzicht auf flächige chemische Pflanzenschutzmittel sind, bestätigt den Erfolg. Zudem nimmt der Flughafen im Zeitraum 2024 bis April 2027 am Umwelt‑ und Klimapakt Bayern teil. Für seinen langjährigen Einsatz erhielt die FMG 2023 die Gold‑Auszeichnung, die Unternehmen verliehen wird, die zum fünften Mal in Folge an der Initiative teilnehmen.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Erhalt und Förderung der Biodiversität am und um den Flughafen

Durchführung eines regelmäßigen »faunistischen Monitorings« auf den Flughafenwiesen, am Flughafen-Campus und in Teilgebieten des Vogelschutzgebietes »Nördliches Erdinger Moos«

fortlaufend

fortlaufend

Abstimmung der Pflege auf vorkommende Arten und deren Ansprüche zum Erhalt der biologischen Vielfalt auf den Flughafenwiesen

fortlaufend

fortlaufend

Stetige Weiterentwicklung des Umweltbildungsangebot und naturschutzfachlicher Themen für externe Besuchende, Interessierte, behördliche Vertreter:innen sowie Mitarbeitende (Flyer, Broschüren, Plakate, Inter- und Intranet etc.)

fortlaufend

fortlaufend

Anlage und Aufwertung von insektenfreundlichen Biotopen (z. B. Blühwiesen am Aussichtshügel, Aufstellung von Insektenhotels, Baumpflanzung am Besucherpark)

fortlaufend

fortlaufend

Pilotprojekt »Beweidung« am Lange Hacken im Freisinger Moos

2029

20

Bezug zur Strategie 2030+

Grüne Mobilitätsdrehscheibe

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goal

15

Kennzahlen im Jahresvergleich

Flughafen-Ökoflächen

Weiterführende Informationen

Biodiversität
Smartes Biotopmanagement für Flugsicherung
Naturschutz
Vogelschutz
Vogelwelt und Flugbetrieb
Umweltpakt Bayern
Auszeichung für Naturschutz-Engagement

Beispiele

Verbesserung der Erreichbarkeit auf dem Schienen- oder Straßenweg, nachhaltige Bau- und Mobilitätsinfrastruktur

Bedeutung und Auswirkung
  • Der Flughafen München hat sich seit der Eröffnung am heutigen Standort im Jahr 1992 kontinuierlich entwickelt. Der Flughafenbetrieb ist mit wesentlichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen verbunden. Er gilt als Jobmotor für Bayern und als zentraler Standortfaktor für international tätige Unternehmen. Als eine der größten intermodalen Verkehrsdrehscheiben Europas ist der Flughafen auf eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur angewiesen.

  • Das überdurchschnittliche Wachstum der Metropolregion München führt auch zu einer steigenden Nachfrage im Luftverkehr und folglich einer bedarfsgerechten Infrastruktur am Standort. Der Ausbau des Flughafens, unter anderem durch den Neubau des Terminal1-Piers mit einer Gesamtfläche von rund 95.000 Quadratmetern und zusätzlichen Kapazitäten für bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr, dient der Sicherstellung dieser Nachfrage. Gleichzeitig entstehen negative Auswirkungen auf Umwelt und Region, Emissionen und Lärm, denen mit Ausgleichs- und Schallschutzmaßnahmen begegnet wird. 

Steuerung und Kontrolle
  • Im Rahmen der Konzernstrategie 2030+ wurden Ziele zur Verbesserung der Schienenanbindung, zur Weiterentwicklung des Flughafens als Immobilienstandort sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur im Rahmen der Elektromobilitätsstrategie definiert.

  • Beispielsweise soll die bestehende Ladeinfrastruktur am Flughafen München bis 2030 deutlich erweitert werden. Die E-Mobilitätsstrategie ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele des Flughafens München. Die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und die Bereitstellung effizienter Ladeinfrastruktur soll zur CO₂-Reduktion und nachhaltigen Entwicklung des Standorts beitragen. So stellt die Tochtergesellschaft AeroGround Flughafen München GmbH, die unter anderem für den Personentransport zuständig ist, ihre Busflotte schrittweise und vollständig auf Elektroantriebe um.

  • Rund um die Entwicklungsflächen des Innovationsstandortes LabCampus (»Airsite West«) entstehen neue Gebäude. Die ersten Gebäude werden bereits mit Geothermie aus oberflächennahem Grundwasser zur Klimatisierung betrieben, verfügen über Dachbegrünung sowie Photovoltaikanlagen auf den Dächern.

  • Für den weiteren Ausbau des Flughafens und der Flughafengebäude wurden hohe Anforderungen an den Klimaschutz festgelegt. Der Terminal1-Pier wird mit einem Investitionsvolumen von rund 665 Millionen Euro aus eigener Kraft finanziert und ist derzeit eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte des Flughafens. Zudem ist ein neues Mietwagenzentrum für 2028 geplant.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Die Basis für den Ausbau der Ladeinfrastruktur bildet die Elektromobilitätsstrategie des Flughafen Münchens. Sie wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO entwickelt, durch eine umfassende Bedarfsanalyse bestätigt und deren Ergebnisse zusätzlich validiert. Trotz temporärer Marktschwankungen bleibt die Elektromobilitätsstrategie aufgrund unveränderter regulatorischer Vorgaben und Klimaziele vollständig gültig. Campusweit – sowohl land- als auch luftseitig – werden Anfang 2026 insgesamt 628 AC- (Typ II) und 67 DC-Ladeanschlüsse (CCS) zur Verfügung stehen.

  • Die ersten Gebäude des LabCampus – LAB 48 und LAB 52 mit der AirportAcademy – sind fertiggestellt.

  • Der neue Pier am Terminal 1 schafft zusätzliche Kapazitäten und erweitert die Infrastruktur im Vorfeld West. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.

  • Weitere Infrastrukturprojekte, darunter ein Mietwagenzentrum mit rund 5.600 Stellplätzen, befinden sich in Planung. Eine Übersicht über bereits begonnene und geplante Bauvorhaben ist auf der Website des Flughafens einsehbar.  

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Umsetzung von energieeffizientem und nachhaltigem Bauen 

Zertifizierung aller Areale nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), Bau ausgewählter Gebäude nach Goldstandard 

fortlaufend

fortlaufend

Bedarfsorientierte und wirtschaftliche Entwicklung der Immobilie Flughafen

 

Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts LabCampus und Umsetzung der Baumaßnahmen auf dem LabCampus (Cluster 1)

2034 (verlängert)

25

Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Mitarbeitende in Abstimmung mit den Gemeinden der Region

2035 (verlängert)

10

Mittelfristige Verbesserung der Schienenanbindung 

 

Überprüfung der Realisierungsmöglichkeiten von zusätzlichen Regionalverbindungen, z. B. in das Allgäu, auch vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke

2026 (verlängert)

50

Unter der Voraussetzung der Aufnahme der Fernverkehrsanbindung des Flughafens in den Deutschlandtakt Entwicklung einer Zwischenstufe für einen Fernbahnhof, um mittelfristig einzelne Fernverkehrszüge zum Flughafen leiten zu können

2026 (verlängert)

50

Mitarbeitende und Gesellschaft

Beispiele

Vermeidung von Arbeitsunfällen, Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit, Gesundheitsförderungsangebote

Bedeutung und Auswirkung 
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz haben am Flughafen München einen hohen Stellenwert. Flughäfen stellen komplexe Arbeitsumgebungen mit vielen potenziellen Gefahren dar, beispielsweise aufgrund des Umgangs mit Maschinen in der Flugzeugabfertigung und des Arbeitens bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Ein vorausschauender und präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz ergreift alle notwendigen Maßnahmen um Arbeitsunfälle, Verletzungen und Berufskrankheiten zu vermeiden.

  • Die FMG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Themenbereiche Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gesundheitsförderung verbindet und der konzernweit umgesetzt wird. Grundlage dafür sind unter anderem relevante Kennzahlen, die Entwicklungen transparent machen und die Basis zur Ableitung von Maßnahmen bilden. Die physische und psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden haben für uns oberste Priorität. Darüber hinaus ist es unsere Pflicht als Arbeitgeber, Gefahren und Unfallrisiken am Arbeitsplatz zu vermeiden und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Steuerung und Kontrolle
  • Die Selbstverpflichtung zu einem konsequenten Arbeits- und Gesundheitsschutz ist fest in der Führungs- und Unternehmenskultur verankert. Der Arbeitgeber ergreift mit Unterstützung der Bereiche Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und dem Betriebsrat erforderliche Maßnahmen, um Arbeitsunfälle, Verletzungen und berufsbedingte Erkrankungen zu vermeiden und die Gesundheit zu erhalten und zu stärken. Für die Mitarbeitenden und Führungskräfte finden regelmäßig Arbeitssicherheitsschulungen und -seminare statt. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden einmal jährlich über die Gefahren am Arbeitsplatz unterwiesen. Ein webbasiertes Training über die Grundlagen im Arbeitsschutz rundet das Angebot ab.

  • Für unsere Mitarbeitenden gibt es zahlreiche Angebote zu den Präventionsfeldern Bewegung, Ernährung, Ergonomieberatung, mentale Gesundheit. Die Gesundheitsförderungsangebote sind für die Mitarbeitenden kostenlos. Dazu zählt auch das firmeneigene Fitnessstudio. Ergänzt wird das Angebot durch Vorträge, Aktionstage und das Präventionsprogramm »RV Fit«, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung angeboten wird.

  • Seit Anfang 2024 steht unseren Mitarbeitenden außerdem ein Unterstützungsservice bei psychischen Belastungen zur Verfügung. Im Intranet können sich die Mitarbeitenden über aktuelle Gesundheitsthemen informieren.

  • Im Jahresbericht »Gemeinsame Aufgabe, gemeinsame Verantwortung« geben Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gesundheitsmanagement einen umfassenden Ein- und Überblick zu allen Themen. Die Einhaltung der Richtlinien zum Arbeits- und Gesundheitsschutz wird durch Betriebsvereinbarungen ergänzt. Die Benennung eines Antidiskriminierungsbeauftragten stärkt den Schutz vor Benachteiligung und schafft eine unabhängige, vertrauliche Anlaufstelle für ein respektvolles und sicheres Arbeitsumfeld. Auf Grundlage des AGG entwickelt der Beauftragte gemeinsam mit dem Betriebsrat klare Abläufe, Unterstützungsangebote und präventive Sensibilisierungsmaßnahmen.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz haben am Flughafen München einen hohen Stellenwert. Durch einen vorausschauenden und präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz werden Maßnahmen ergriffen, um Arbeitsunfälle, Verletzungen und Berufskrankheiten zu vermeiden sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu fördern. Ziel ist es außerdem, Gefahren und Unfallrisiken am Arbeitsplatz zu vermeiden und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen.

  • Die FMG wurde im November 2025 mit dem Corporate Health Award ausgezeichnet. Die Verleihung dieses deutschlandweit renommierten Preises unterstreicht, dass das Gesundheitskonzept des Flughafens fest in die Geschäftsprozesse integriert ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird. 

  • Innovative Ansätze wie der Einsatz von Robotik zur Entlastung bei Hebetätigkeiten der Mitarbeitenden oder ein auf die Anforderungen des Schichtbetriebs zugeschnittenes Präventionsprogramm stärken darüber hinaus die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Erhalt und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden (zielgruppenspezifische Gesundheitsförderungsangebote)

Einführung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen zum Thema Frauengesundheit

2025

100

Verbesserung der Arbeitssicherheit

Beschaffung von Arbeitsschutzkleidung und persönlicher Schutzausrüstung inklusive Optimierung des Beschaffungsprozesses

2026 (verlängert)

20

Reduzierung psychischer Belastungen für Mitarbeitende

Benennung eines Antidiskriminierungsbeauftragten gemäß AGG, Erarbeitung einer Betriebsvereinbarung sowie Aufbau von Prozessen und Strukturen

2026 (verlängert)

50

Bezug zur Strategie 2030+

Modernes Unternehmen

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

3, 8

Kennzahlen im Jahresvergleich

Arbeitssicherheit und Gesundheit
Unfallhäufigkeit
Krankenstand
Berufskrankheiten
Mitarbeitende mit Behinderung

Der Flughafen München misst die Leistung seiner Führungskräfte auch mithilfe nicht finanzieller Steuerungskennzahlen. Die Unfallhäufigkeitsrate (LTIF) setzt die Anzahl der Arbeitsunfälle in Relation zu den geleisteten Arbeitsstunden. Die LTIF wird im Konzernlagebericht beschrieben und die Entwicklung transparent dargestellt.

Steuerungskennzahlen
Zielerreichung
Ausblick

Weiterführende Informationen

Arbeits- und Gesundheitsschutz: körperlich und mental fit bleiben
Jahresbericht Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Gesundheitsmanagement
Flughafen München erhält Exzellenz-Siegel für Gesundheitsmanagement

Beispiele

Vielfalt an Aus- und Weiterbildungsangeboten, Diversität, wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen

Bedeutung und Auswirkung
  • 8.977 Mitarbeitende1) aus über 100 Nationen prägen die internationale Vielfalt am Flughafen München. Als zweitgrößter Arbeitgeber am Standort leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke der Region. Zur Erreichung unserer wirtschaftlichen Ziele konzentrieren wir uns verstärkt auf den effizienten und verantwortungsvollen Einsatz unserer Beschäftigten sowie optimale HR-Prozesse. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kommt der kontinuierlichen Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender sowie der Bindung bestehender Arbeitskräfte – insbesondere zur Sicherstellung eines reibungslosen operativen Betriebs – eine wichtige Bedeutung zu. Die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber bleibt ein zentrales strategisches Thema.

  • Die vielfältigen Aufgaben, die langfristigen Beschäftigungsperspektiven und ein verlässliches tarifliches Umfeld wirken sich positiv auf Motivation, Bindung und die Unternehmenskultur aus. Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung, Gesundheitsförderung und Vereinbarkeit unterstützen ein nachhaltiges Arbeitsumfeld. Der 2025 neu geschaffene Konzernbereich »People & Culture« (PC) bündelt die zuvor getrennten strategischen und operativen HR-Einheiten und bildet die gesamte Bandbreite moderner Personalarbeit ab. Im Jahr 2026 liegt ein wesentlicher Schwerpunkt auf Digitalisierungsthemen wie cloudbasiertem Personalmanagement im gesamten Hire-to-Retire-Prozess sowie einer daten- und treiberbasierten Personalbedarfssteuerung.

1) ohne Auszubildende, geringfügig Beschäftigte, Leiharbeitnehmende sowie Praktikanten (Stichtag: 31.12.2025)

Steuerung und Kontrolle
  • Der Flughafen München setzt auf ein breites Spektrum an Maßnahmen, um ein attraktives, wertschätzendes und entwicklungsorientiertes Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Dazu gehören tariflich geregelte Gehaltsanpassungen, Programme zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung, Gesundheitsangebote und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Der Leitfaden »Vereinbarkeit von Beruf und Familie« vermittelt bestehende betriebliche Rahmenbedingungen. Mitarbeitendenvertretungen tragen zur Mitbestimmung und Weiterentwicklung des Unternehmens bei. Die AirportAcademy ist seit vielen Jahren ein zentraler Partner für die Qualifizierung der Beschäftigten.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Der Flughafen berichtet regelmäßig im Personal- und Sozialbericht über personalbezogene Entwicklungen und schafft damit Transparenz. Regelmäßige Mitarbeitendenbefragungen geben Rückschlüsse auf Wahrnehmung und Zufriedenheit der Beschäftigten und dienen der Weiterentwicklung von Maßnahmen.

  • Angebote zur Entwicklung, zur Vereinbarkeit und zur Gesundheitsförderung werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Zusammenführung der personalbezogenen Funktionen zu »People & Culture« stärkt die kohärente Ausrichtung auf Unternehmenskultur, Zusammenarbeit und Weiterentwicklung.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Stärkung der Arbeitgeberattraktivität – intern (Bindung der Mitarbeitenden) und extern (Arbeitgebermarketing) 

Modernisierung und Neuaufstellung der Stellenbewertungs- und Vergütungssystematik für außertariflich Beschäftigte

2026 (verlängert)

75

Stärkung des Arbeitgeberimages in der Region und überregional, beispielsweise durch ein Corporate Influencer Programm und Karriereevents

fortlaufend

fortlaufend

Weiterentwicklung von neuen Entwicklungs- und Talentformaten und Einführung einer neuen Lernmanagement-Software

2026 (verlängert)

80

Schaffung alternativer Entgeltanreizsysteme für alle Beschäftigten unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Tarifverträge

2026 (verlängert)

50

Erhöhung der Führungsqualität

Fortführung der regelmäßigen Führungsdialoge und Ableitung entsprechender Maßnahmen zur gezielten und bedarfsorientierten Kompetenzentwicklung

fortlaufend

fortlaufend

Qualitative und quantitative Deckung des Mitarbeitendenbedarfs 

 

Mitarbeitendenentwicklung durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und Entwicklungsprogramme

fortlaufend

fortlaufend

Aufrechterhaltung der Recruitingaktivitäten für Bedarfspositionen und Bedarfsbereiche (zum Beispiel Ausbildung/duales Studium, Hochschulpraktikant:innen, Spezialist:innen)

fortlaufend

fortlaufend

Etablierung des Diversity Managements

 

Entwicklung von Maßnahmen analog der unterschiedlichen Vielfaltsdimensionen der Charta der Vielfalt  

fortlaufend

fortlaufend

Gleichberechtigte Teilhabe aller Geschlechter in Führungspositionen im Flughafen München Konzern gemäß der Zielvorgaben im Konzernlagebericht

fortlaufend

fortlaufend

Beispiele

Schallschutz für Anwohner, lärmarme Flugverfahren

Bedeutung und Auswirkung
  • Fluglärm lässt sich an einem internationalen Drehkreuz wie dem Flughafen München nicht vollständig vermeiden. Für die umliegenden Gemeinden und ihre Bewohnerinnen und Bewohner stellt die Lärmbelastung eine direkte Auswirkung des Flughafenbetriebs dar und kann ihre Lebensqualität beeinflussen. Der Flughafen München nutzt alle verfügbaren Möglichkeiten, um die Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten.

Steuerung und Kontrolle
  • Die Reduzierung des Fluglärms und der umfassende Schutz der Anwohner ist für den Flughafen München ein zentrales Anliegen in der Partnerschaft mit seinen Nachbarn. Gemeinsam mit den Airlines und der Flugsicherung sind wir seit Jahren in allen Bereichen des Schallschutzes aktiv. Dazu dienen lärmmindernde Maßnahmen bei An- und Abflugverfahren, die Zusammenarbeit mit Airlines und der Flugsicherung und zum Beispiel Lärmentgelte, um den Einsatz lärmarmer Flugzeugtypen zu unterstützen. Ziel ist es, die Lärmemissionen am und um den Flughafen München so gering wie möglich zu halten. Seit 1992 hat der Flughafen München zudem 62 Millionen Euro in bauliche Schallschutzmaßnahmen investiert. Gesetzliche Grundlagen wie das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm bilden den Rahmen, innerhalb dessen eine ausgewogene Balance zwischen den Interessen der Anwohnerschaft, Umweltbelangen sowie wirtschaftlichen und mobilitätsbezogenen Anforderungen angestrebt wird.

  • In der Fluglärmkommission treffen sich regelmäßig relevante Stakeholder, darunter beispielsweise Kommunen und Behörden, um die Aufsichts- und Sicherungsbehörden bei Maßnahmen zum Schutz vor Fluglärm und Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge zu beraten. Zudem wurde durch die Regierung von Oberbayern ein Lärmaktionsplan erstellt, der bestehende und zukünftige Maßnahmen zur Reduzierung des Fluglärms im Umfeld des Flughafens beschreibt. Durch lärmdifferenzierte Landeentgelte nimmt der Flughafen München Einfluss auf das eingesetzte Fluggerät, so dass Fluggesellschaften, die lärmarme Flugzeuge einsetzen, von einem gestaffelten, stark gespreizten Entgelt profitieren.

  • Die operative Verantwortung liegt bei der Organisationseinheit RCUL (Lärm und Lärmschutz). Sie überwacht den Fluglärm durch stationäre und mobile Messungen, bearbeitet Lärmbeschwerden und öffentliche Anfragen, erstellt Berichte, überwacht die Nachtflugregelung und führt Fluglärmberechnungen durch. Zudem betreut sie den aktiven und passiven Schallschutz und begleitet lärmrelevante Planungs‑ und Genehmigungsverfahren.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Die Ergebnisse werden über stationäre und mobile Lärmmesssysteme erfasst, die den Fluglärm in der Region durchgehend überwachen. Ergänzend stellt die Plattform »FluglärmüberwachungOnline« aktuelle Messwerte und Verkehrsdaten in Echtzeit bereit. Diese Daten ermöglichen eine kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung der Lärmsituation. Sie bilden zudem eine Grundlage für die Berichterstattung zu Lärmimmissionen und die regelmäßige Bewertung von Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Kontinuierliches Fluglärmmonitoring

Kontinuierliche Fluglärmüberwachung (stationär und mobil) in der Flughafenregion unter Einsatz innovativer Technik und dazugehörige Kommunikation in Echtzeit online

fortlaufend

fortlaufend

Beschwerdemanagement

Beantwortung von Fluglärmbeschwerden, u. a. durch »Servicetelefon Lärmschutz«

fortlaufend

fortlaufend

Reduzierung der Lärmemissionen

Lärmaktionsplan der Regierung von Oberbayern für den Flughafen München mit Maßnahmen zur Lärmminderung

fortlaufend

fortlaufend

Lärmabhängige Entgelte als Anreiz für Luftverkehrsgesellschaften zum Einsatz leiseren Fluggeräts am Flughafen München

fortlaufend

fortlaufend

Passiver Schallschutz

Serviceprogramm »Gießharzscheiben«

2025

100

Bezug zur Strategie 2030+

Grüne Mobilitätsdrehscheibe

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goal

3

Kennzahlen im Jahresvergleich

Gemessener Lärm
Verteilung der Betriebsrichtungen
Lärmbeschwerden

Weiterführende Informationen

Lärmschutz: aktuelle Werte
Lärmschutz: möglichst geringe Belastung

Beispiele

Zusammenarbeit mit Gemeinden und gesellschaftlichen Anspruchsgruppen sowie Auftragsvergaben in der Region

Bedeutung und Auswirkung 
  • Der Flughafen München zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in Bayern. Mit rund 37.000 Beschäftigten ist er eine der größten Arbeitsstätten im Freistaat. Die direkte, indirekte und induzierte Wertschöpfung, die alle Unternehmen und Behörden auf dem Flughafengelände generiert wird, beläuft sich jährlich auf mehrere Milliarden Euro. Diese wirtschaftliche Leistung geht weit über die Flughafenregion hinaus – etwa jeder hundertste Euro, der in Bayern erwirtschaftet wird, ist auf die wirtschaftlichen Aktivitäten am Flughafen München zurückzuführen. Neben der Wertschöpfung und Beschäftigung entstehen durch die Luftverkehrsanbindung erhebliche Standortvorteile für international agierende Unternehmen, was zusätzliche Arbeitsplätze und Investitionen in der Region fördert. Die positiven ökonomischen Effekte einer hochwertigen Luftverkehrsanbindung umfassen unter anderem eine gesteigerte Produktivität, ein hohes Innovationsniveau sowie eine dynamische Entwicklung angrenzender Branchen. Gleichzeitig sind auch Herausforderungen zu beobachten, etwa ein steigendes Mietpreisniveau infolge des kontinuierlichen Zuzugs in die Flughafenregion.

Steuerung und Kontrolle
  • Von den rund 4.000 Lieferanten des Flughafen München Konzerns für Waren und Dienstleistungen stammen 33 Prozent aus München und der Flughafenregion, auf sie entfallen knapp die Hälfte des gesamten Beschaffungsvolumens. Die regionale Ausrichtung sorgt für kurze Transportwege, reduziert CO₂-Emissionen und stärkt lokale Unternehmen. Ein Bindeglied zwischen Flughafen und Region ist das Regionalbüro, das einen intensiven Kontakt mit den Gemeinden, den Bürgerinnen und Bürgern der Region und den Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung pflegt. Das Team des Regionalbüros kümmert sich um den kontinuierlichen Dialog, um Anliegen der Anrainerkommunen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus engagiert sich der Flughafen München Konzern aktiv in der Förderung von rund 350 Projekten in den Bereichen Sport, Bildung, Kultur, Soziales und Umwelt. Dieses Engagement erfolgt über Sponsoring sowie Spenden, darunter auch Sachspenden. Ziel ist es, ein verlässlicher Partner und verantwortungsvoller Nachbar zu sein, der zur Lebensqualität und Entwicklung der Region beiträgt.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Der Erfolg des Engagements und die Effekte der wirtschaftlichen Beiträge wird regelmäßig durch externe Studien und Befragungen ausgewertet. Die Beschäftigtenerhebung und Wertschöpfungsstudie liefert aktuelle Strukturdaten und zeigt die positiven ökonomischen Effekte für die Flughafenregion sowie die Europäische Metropolregion München auf. Ergänzend dazu erhebt die Akzeptanzstudie »Der Flughafen aus Sicht seiner Nachbarn« die Wahrnehmung des Flughafens durch die Bevölkerung und gibt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des regionalen Engagements – diese Rückmeldungen fließen direkt in die strategische Planung und die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele ein. Der Flughafen München Konzern versteht sich als aktiver Mitgestalter bei regionalen Entwicklungen und überprüft regelmäßig die Effektivität seiner Maßnahmen, um langfristig positive Impulse für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu setzen.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Sicherstellung eines gutnachbarschaftlichen Verhältnisses mit der Region

Regelmäßiger und direkter Austausch mit allen wichtigen Stakeholdern in der Region über etablierte Dialogplattformen (Nachbarschaftsbeirat und Flughafenforum) und weitere ausgewählte Formate, Mitarbeit in der IBA-Projektinitiative Nachbarschaftsregion (bis 2034), Analyse und Kommunikation der nachbarschaftlichen Beziehungen

fortlaufend

fortlaufend

Integration des Flughafens in die Region

Mitarbeit in verschiedenen regionalen Gremien aus den Bereichen Wirtschaft und Tourismus (bspw. IHK-Regionalausschuss Erding/Freising, Tourismusverein der Region Erding e. V., Europäische Metropolregion München e. V.)

fortlaufend

fortlaufend

Partnerschaftliche Standortentwicklung, Realisierung von gemeinsamen Projekten von Flughafen München Konzern und Kommunen mit dem Ziel, eine Win-win-Situation zu erzielen (z. B. Optimierung der Radwege-Anbindung) 

fortlaufend

fortlaufend

Gesellschaftliche Verantwortung des Flughafen München Konzerns in der Region übernehmen

 

 

Unterstützung von Initiativen und Organisationen mit gemeinnützigem Hintergrund aus den Bereichen Sport/Soziales/Kultur/Bildung und Natur

fortlaufend

fortlaufend

Überprüfung von regionalen Sponsoringschwerpunkten und Bewertungsinstrumenten sowie Vor-Ort-Präsenz bei unterstützten Veranstaltungen und regelmäßige Kontaktpflege mit Sponsoringpartnern 

fortlaufend

fortlaufend

Begleitung von Maßnahmen bzw. regionalen Kooperationsprojekten, die in den Bereich unternehmerischer Verantwortung fallen (Kooperation mit Lebenshilfe Freising sowie den Bürgerstiftungen Erding und Freising) 

fortlaufend

fortlaufend

Bedeutung des Flughafens als Wirtschafts- und Standortfaktor in der Region sichtbar machen

Analyse und Quantifizierung der Bedeutung des Flughafens als Wirtschaftsfaktor und qualitative Darstellung des Flughafens als Standortfaktor (z. B. Wertschöpfungseffekte, Beschäftigtenerhebung und Darstellung der jährlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen)

fortlaufend

fortlaufend

Beispiel

Diskriminierungsfreier Zugang bei der Ausgestaltung von Infrastruktur, Dienstleistung und Arbeitsbedingungen

Bedeutung und Auswirkung
  • Barrierefreiheit betrifft die Ausgestaltung von Infrastruktur, Dienstleistungen und Arbeitsbedingungen mit dem Ziel eines diskriminierungsfreien Zugangs für Menschen mit Einschränkungen. Dadurch wird ermöglicht, dass alle Menschen den Flughafen sicher, selbstständig und gleichberechtigt nutzen können und zugleich gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Barrierefreie Terminals, Orientierungshilfen, geeignete Sanitäranlagen und der Mobility Service ermöglichen es Menschen mit Beeinträchtigungen, den Flughafen ohne Benachteiligung zu nutzen. Dies erhöht die Sicherheit, verbessert die Servicequalität und stärkt das Vertrauen in den Flughafen. Werden diese Anforderungen nicht ausreichend erfüllt, kann es zu längeren Wartezeiten, Beschwerden oder rechtlichen Problemen kommen. Auch für das Unternehmen selbst ist Barrierefreiheit von zentraler Bedeutung. Barrierefreiheit beeinflusst die Arbeitsbedingungen, den Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie die Attraktivität als Arbeitgeber. Eine gute Umsetzung unterstützt Chancengleichheit und Mitarbeitendenbindung, während Mängel rechtliche Risiken und Belastungen für Mitarbeitende verursachen können.

Steuerung und Kontrolle
  • Die FMG organisiert Barrierefreiheit über klar festgelegte Aufgabenbereiche.

  • Für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität sind die Passenger Services verantwortlich; die Betreuung erfolgt über den Mobility Service gemäß europäischen Vorgaben und in der Regel nach Anmeldung über die jeweilige Fluggesellschaft. Ergänzend stehen Mobility Service Points zur Verfügung. Die Verantwortung für technische und bauliche Barrierefreiheit liegt bei den Technik- und Immobilienbereichen und umfasst unter anderem barrierefreie Wege, Aufzüge, Orientierungshilfen, klare Beschilderung und barrierefreie Sanitäranlagen. Für die Belange von Mitarbeitenden mit Behinderung sind die Inklusionsbeauftragte sowie die Schwerbehindertenvertretungen zuständig. Sie kümmern sich in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbereichen wie Arbeitsschutz und Human Resourches um barrierefreie Arbeitsplätze, faire und diskriminierungsfreie Prozesse sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird regelmäßig überprüft und ausgewertet. Besonders im Bereich der Passagierservices werden Kennzahlen zur Steuerung und Verbesserung des Mobility Service genutzt und zur Verbesserung der Servicequalität auch verpflichtende Schulungen zu »disability awareness« für alle im Passagierbereich tätigen Mitarbeitenden angeboten.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Im Passagierbetrieb sind zentrale Maßnahmen zur Barrierefreiheit fest etabliert. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können einen kostenlosen Mobility Service nutzen, der einen klar definierten Ablauf von der Anmeldung über Check-in und Sicherheitskontrolle bis zum Boarding vorsieht. An der Sicherheits- und Passkontrolle können Betroffene die gekennzeichnete Fastlane nutzen; Träger von Herzschrittmachern, Implantaten oder Prothesen können auf Wunsch ohne Sonden kontrolliert werden. Der Flughafen verfügt über eine weitgehend barrierearme Infrastruktur. Alle Parkhäuser bieten barrierefreie Stellplätze in Terminalnähe oder in direkter Nähe zu Aufzügen. Inhaber und Inhaberinnen eines Schwerbehindertenausweises erhalten 50 Prozent Ermäßigung auf die regulären Parktarife. Parkautomaten sind rollstuhlgerecht, und mindestens ein Automat pro Standort ist mit Induktionsschleifen für hörgeschädigte Menschen ausgestattet.

  • Das Terminal 2 gilt seit vielen Jahren als positives Beispiel und wurde von Beginn an behindertengerecht geplant, unter anderem mit Bodenleitlinien, Brailleschrift und kontrastreich markierten Stufenkanten. Zusätzliche Angebote wie Induktionsanlagen an Informationsschaltern, rollstuhlgerechte Serviceschalter, spezielle Informationsmaterialien für Menschen mit Autismus sowie das Sunflower-Programm für nicht sichtbare Einschränkungen ergänzen das Angebot.

  • Durch die übergreifende Zusammenarbeit von internen und externen Fachexperten werden Strukturen für Mitarbeitende mit Einschränkungen geschaffen. Die FMG ist Mitglied im »UnternehmensForum«, einem Zusammenschluss mittelständischer und großer Unternehmen, die sich dem Thema widmen und dadurch eine starke Reichweite in Politik und Arbeitgeberverbänden erzielen. In der Flughafenregion setzt die FMG zudem verschiedene Projekte um – darunter eine Kooperation mit der Lebenshilfe Freising, die ein Praktika‑Mehrstufenprogramm umfasst und von den Fachbereichen, der Schwerbehindertenvertretung sowie den Inklusionsbeauftragten begleitet wird.

     

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Uneingeschränkte Nutzung des Flughafens für alle Personen

Planung und Umsetzung von geeigneten Maßnahmen zur Steigerung der Barrierefreiheit am Flughafen München

fortlaufend

fortlaufend

Unternehmen und Governance

Beispiele

Wahrung aller Unternehmensinteressen, Corporate Governance, Risiko- und Chancenmanagement, wirtschaftliches Handeln und planvoller Umgang mit finanziellen Mitteln

Bedeutung und Auswirkung
  • Die Vielfalt an Veränderungen und neuen Anforderungen verdeutlicht, wie wichtig eine resiliente Unternehmensführung für die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung von Unternehmen ist. Resiliente Organisationen sind in der Lage, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und sich wirksam an externe Einflüsse anzupassen. Für den Flughafen München spielen Transparenz und ein aktiver Dialog mit allen Anspruchsgruppen eine zentrale Rolle. Der kontinuierliche Austausch mit Stakeholdern, der verantwortungsvolle Umgang mit finanziellen Mitteln und wirtschaftliches Handeln bilden die Grundlage für den langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells.

  • Der Flughafen München bekennt sich zu einer nachhaltigen Unternehmenspolitik, die auf ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und sozialen Zielen beruht. Diese Ausrichtung unterstützt die Akzeptanz des Flughafens und die langfristige Entwicklungsfähigkeit des Geschäftsmodells.

Steuerung und Kontrolle
  • Der Flughafen München steht in einem kontinuierlichen Austausch mit seinen Stakeholdern – sowohl unternehmensintern als auch auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Expertinnen und Experten vertreten den Konzern in Arbeitsgruppen relevanter Branchen- und Wirtschaftsverbände. Dadurch können Fachwissen gebündelt und Lösungen für Herausforderungen erarbeitet werden, die sich beispielsweise aus politischen oder wirtschaftlichen Entwicklungen ergeben.

  • Die Einhaltung nationaler Gesetze und internationaler Richtlinien, behördlicher Auflagen sowie interner Regelungen ist Teil des Selbstverständnisses des Unternehmens. Grundlage hierfür bildet die konzernweit gültige Compliance-Geschäftsordnung. Um das Bewusstsein für Regeltreue und den Umgang mit Datenschutzrisiken zu stärken, sind regelmäßige Schulungen für alle Mitarbeitenden verpflichtend. Eine jährliche Compliance-Risikoanalyse bildet die Basis für die Compliance-Maßnahmen und ergänzt das ökonomische Risikomanagement.

  • Umsetzung und Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems erfolgen durch klar definierte Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse. Dazu zählen unter anderem die systematische Risikoanalyse, die Bearbeitung von Hinweisen auf mögliche Verstöße, ein strukturiertes Richtlinienmanagement und ein etabliertes Schulungssystem. Eine zentrale Meldestelle entsprechend dem Hinweisgeberschutzgesetz ermöglicht es Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Dritten, potenzielle Regelverstöße auf sicherem Weg zu melden.

  • Eine besondere Rolle nimmt der Code of Conduct als verbindliche Verhaltensrichtlinie ein. Er basiert auf der Unternehmenskultur des Flughafens München und legt wesentliche Leitlinien für ein werte- und gesetzeskonformes Verhalten fest. Ergänzend hierzu besteht ein eigenständiger Geschäftspartnerkodex, der externe Partner adressiert und in allen neuen oder angepassten Vertragsverhältnissen verbindlich vereinbart wird. Damit werden zentrale Verhaltensanforderungen auf Geschäftspartner übertragen und Governance Standards entlang der Lieferkette gestärkt.

  • Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden aktiv in die Unternehmensentwicklung eingebunden. Durch Belegschaftsbefragungen sowie die Arbeit des Betriebsrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung und der Schwerbehindertenvertretung werden unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse berücksichtigt.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Über Vorkommnisse, Maßnahmen zur Beseitigung von Verstößen, Ansätze zur Risikominimierung und den erreichten Compliance-Standard wird regelmäßig an die Geschäftsführung und an den Aufsichtsrat berichtet. Das Hinweisgebersystem BKMS System® steht Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Dritten zur Verfügung, um mögliche Regelverstöße vertraulich zu melden. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch die zuständigen Führungskräfte und die interne Revision regelmäßig überprüft.

  • Im jährlich erscheinenden integrierten Bericht informiert der Flughafen München transparent über seine Geschäftstätigkeit und stellt ökonomische, ökologische und soziale Aspekte des Flughafenbetriebs umfassend dar.

  • Ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung ist die verbindliche Einführung des Geschäftspartnerkodex in allen neuen oder angepassten Vertragsverhältnissen sowie die parallele Anwendung von Code of Conduct und Geschäftspartnerkodex für unterschiedliche Zielgruppen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems – einschließlich systematischer Risikoanalyse, strukturierter Berichterstattung und eines etablierten Meldesystems – stärkt die Transparenz und Widerstandsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung des Flughafens München

 

 

 

»Öffentlichkeitskonzept Umwelt« umsetzen, beispielsweise Veröffentlichung von Messergebnissen in Echtzeit (Lärm und Luft), transparente und umfangreiche Information über Umweltthemen über die Website

fortlaufend

fortlaufend

Erstellung »Wasserbroschüre«

2025

100

Neuauflage Broschüre »Vogelwelt und Flugbetrieb«

2026

25

Teilnahme als Kooperationspartner am Klimapakt 3 der Münchner Wirtschaft mit inhaltlichen Fokusthemen wie Energieeffizienz, klimafreundliche Stromversorgung, Wärme und Kälte, nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Begrünung von Flächen, nachhaltige Lebensstile und Digitalisierung

2026 (verlängert)

85

Etablierung eines Sustainable Marketing

Schrittweise Transformation des Aviation-Marketings zu einem »Sustainable Marketing« in den Dimensionen Event-Marketing, Werbemittel, Printmedien 

fortlaufend

fortlaufend

Integration von Nachhaltigkeitskriterien im Controlling

Stärkere Implementierung relevanter nicht finanzieller KPIs in die bestehenden Steuerungsinstrumente des Konzerncontrollings 

2026 (verlängert)

90

Umsetzung der Sustainable Finance Strategie und ihrer Indikationen 

Implementierung der EU-Taxonomie-Verordnung inklusive Prüfung der Geschäftsaktivitäten auf Taxonomiefähigkeit und -konformität unter Berücksichtigung der technischen Bewertungskriterien 

2027

30

Nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten

Prüfung von vorteilhaften Finanzierungsmöglichkeiten bei Investitionen rund um das Thema Nachhaltigkeit, v. a. bei Prozessoptimierungen, (Energie-)Effizienzsteigerungen und Digitalisierung

fortlaufend

fortlaufend

Umsetzung der Konzernstrategie 2030+

Umsetzung der Strategie 2030+ durch ein Top-Themen-Portfolio

fortlaufend

fortlaufend

Quantifizierung der Konzernziele und -maßnahmen

Quantifizierung der Konzernziele und -maßnahmen im integrierten Strategie- und Planungsprozess

fortlaufend

fortlaufend

Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Flughafen München Konzerns gegen Ausfälle der kritischen Geschäftsprozesse

Betrieb und kontinuierliche Weiterentwicklung eines Business Continuity Management Systems

fortlaufend

fortlaufend

Steuerung von nicht finanziellen Chancen und Risiken und Ableitung geeigneter Maßnahmen 

 

 

Einführung systematischer Prozesse zur spezifischen Identifizierung, Priorisierung und Steuerung nicht finanzieller Chancen und Risiken (z. B. Risiken mit Klimabezug)

fortlaufend

fortlaufend

Untersuchungen zu möglichen Auswirkungen von extremen Niederschlägen auf den Flughafen München und Erstellung von Berechnungen und fachgutachterlichen Bewertungen sowie konzeptionelle Entwicklung geeigneter Abhilfemaßnahmen

2026 (verlängert)

80

Überprüfung der Entwässerungssicherheit für extreme Niederschlagsereignisse (bei Neubaumaßnahmen, weitere Flughafenentwicklung)

fortlaufend

fortlaufend

Bezug zur Strategie 2030+

Wirtschaftlicher Premium Hub
Grüne Mobilitätsdrehscheibe
Werthaltiges Wachstum
Modernes Unternehmen

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

8, 9, 17

Kennzahlen im Jahresvergleich

Die zugehörigen Kennzahlen werden jährlich im integrierten Bericht veröffentlicht.

Nachhaltigkeitskennzahlen

Der Flughafen München misst die Leistung seiner Führungskräfte mithilfe finanzieller und nicht finanzieller Kennzahlen. Eine Steuerungskennzahl ist das Konzernergebnis vor Ertragssteuern (EBT) als Ausgangsgröße zur Bestimmung der Ertragskraft. Das EBT wird im Konzernlagebericht beschrieben und die Entwicklung transparent dargestellt.

Steuerungskennzahlen
Zielerreichung
Ausblick

Weiterführende Informationen

Governance: verantwortungsvolle Unternehmensführung
Wesentlichkeit: Analyse der Stakeholder-Erwartungen
Compliance-Management-System
Ausblick, Chancen- und Risikobericht 
Stakeholderdialog
Nachhaltige Unternehmensführung

Beispiele

Weiterentwicklung der Angebote, Sicherstellung der Effizienz am Standort Flughafen München

Bedeutung und Auswirkung
  • Die Qualität unserer Services und Dienstleistungen ist maßgeblich für die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. In einer Branche, die von wachsendem gesellschaftlichem Druck und zunehmender Wettbewerbsintensität geprägt ist, kommt der konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kundeneine zentrale Rolle zu. Die Servicequalität beeinflusst sowohl die internen Abläufe und die Prozessstabilität als auch die externe Wahrnehmung des Passagiererlebnisses.

Steuerung und Kontrolle
  • Das am Flughafen München auf Basis des internationalen Standards DIN EN ISO 9001:2015 etablierte Qualitätsmanagement schafft Strukturen, die die kontinuierliche Bewertung und Verbesserung von Prozessen unterstützen. Zur Sicherstellung einer hohen Servicequalität nutzt die FMG einen fortlaufenden Verbesserungsprozess, in den Marktanalysen und Benchmarks anderer Flughäfen einfließen. Dabei kommen kennzahlengestützte Instrumente wie der Passagiererlebnisindex (PEI) sowie die Teilnahme an der internationalen ASQ (Airport Service Quality)-Umfrage des Flughafenverbands Airports Council International (ACI) zum Einsatz.

  • Die wiederkehrende Teilnahme an den Skytrax 5 Star-Audits sowie ergänzende Qualitätsauswertungen – etwa zu Parkbereichen, im Rahmen von Mystery Shopping oder durch Loungebefragungen – erweitern die Analyse zentraler Touchpoints der Passagierreise. Diese Instrumente ermöglichen es, die Wirksamkeit der Maßnahmen systematisch zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln. 

Ergebnisse und Entwicklung
  • Monatlich durchgeführte Passagierumfragen liefern detaillierte Zufriedenheitsindizes. Diese geben Aufschluss über die Wahrnehmung der Dienstleistungs- und Servicequalität, das Wohlbefinden der Passagiere sowie über längerfristige Auswirkungen der Qualitätswahrnehmungen. Der PEI ist als eine der nicht finanziellen Zielgrößen im Zielsystem des Flughafens etabliert und dient als Steuerungsinstrument zur Ableitung von Handlungsfeldern, die das Passagiererlebnis nachhaltig verbessern. 

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Sicherstellung von Qualität und Effizienz am Standort Flughafen München

Verbesserte Belegung der Flächen und Bereinigung sowie Optimierung des Portfolios im Centermanagement

fortlaufend

fortlaufend

Einführung autonomer Technologien 

Konzeptentwicklung und schrittweise Umsetzung von digitalen Lösungen entlang der Passagierreisekette sowie autonome Transporte auf dem Vorfeld

2026

30

Bezug zur Strategie 2030+

Wirtschaftlicher Premium Hub
Modernes Unternehmen

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

9, 17

Kennzahlen im Jahresvergleich

Dialogmanagement

Der Flughafen München misst die Leistung seiner Führungskräfte auch mithilfe nicht finanzieller Kennzahlen. Eine Steuerungskennzahl ist der PEI (Passagiererlebnisindex) als Messmodell für die Kundenzufriedenheit. Der PEI wird im Konzernlagebericht beschrieben und die Entwicklung transparent dargestellt.

Steuerungskennzahlen
Zielerreichung
Ausblick

Weiterführende Informationen

Passagiere erleben 5-Star-Qualität
Geschäftsfelder: nachhaltiger Beitrag zum Erfolg
Preise und Auszeichnungen

Beispiel

Stärkung der Drehkreuzfunktion als internationaler Flughafen

Bedeutung und Auswirkung
  • Der Flughafen München stellt einen reibungslosen Betrieb des Luftverkehrs sicher und trägt damit wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion Bayern bei. Unternehmen und Tourismussektor profitieren dabei von einem klaren Standortvorteil. Der Betrieb eines internationalen Flughafens bringt auch Auswirkungen auf Menschen und Umwelt mit sich. Besonders relevant sind Lärm- und Schadstoffemissionen, die sowohl das unmittelbare Flughafenumfeld als auch angrenzende Gemeinden betreffen. Intern beeinflusst die Entwicklung des Luftverkehrs die Kapazitätsplanung, die operative Steuerung und die langfristige Infrastrukturentwicklung. Extern prägt sie die wirtschaftliche Entwicklung der Region, das Angebot an weltweiten Verbindungen und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner.

Steuerung und Kontrolle
  • Im Rahmen der Entwicklung zum Premium-Hub liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung des Drehkreuzes, der Stärkung der Wettbewerbsposition im europäischen Markt, der langfristigen Sicherung der Systempartnerschaft mit der Deutschen Lufthansa AG sowie auf dem Ausbau des Punkt-zu-Punkt-Verkehrs. Im operativen Bereich strebt der Flughafen München eine hohe Prozess- und Servicequalität an und möchte sich durch exzellente Abläufe vom Wettbewerb differenzieren. Die Weiterentwicklung des Luftfrachtstandorts soll zusätzlich die Wettbewerbsposition weiter stärken. Ziel ist es, die steigende Nachfrage nach einem qualitativ hochwertigen Reiseerlebnis zu bedienen. Ein wesentlicher Baustein hierfür ist die Infrastrukturentwicklung: Der neue Pier am Terminal 1 schafft zusätzliche Kapazitäten für bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr und ermöglicht die parallele Abfertigung von bis zu zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen oder alternativ sechs Großraumflugzeugen. Leistungskennzahlen wie Verkehrszahlen, Pünktlichkeitsraten und Auslastungswerte dienen der fortlaufenden Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Im Jahr 2025 verzeichnete der Flughafen München ein deutliches Verkehrswachstum. Insgesamt nutzten 43,4 Millionen Passagiere den Flughafen München, ein Wachstum von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Flugbewegungen stiegen um 3,1 %. Sowohl der Europaverkehr als auch der Interkontinentalverkehr trugen zu diesem Wachstum bei: Die europäischen Verbindungen erhöhten sich um 4,3 %, der Langstreckenverkehr um 8,5 %. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Flugreisen spiegelt sich in den Verkehrszahlen deutlich wider und bestätigt die Bedeutung des Flughafen München im internationalen Luftverkehr. Diese Entwicklungen werden im statistischen Jahresbericht transparent dargestellt und bilden die Grundlage für die strategische Weiterentwicklung des Drehkreuzes sowie für die betriebliche Ausrichtung.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Weiterer Ausbau des Drehkreuzes mit dem Systempartner Deutsche Lufthansa AG sowie ergänzende Entwicklung des Punkt-zu-Punkt-Luftverkehrs im Terminal 1 und des Frachtverkehrs

Bedarfsgerechte Bereitstellung der Flughafen-Infrastruktur, bilaterale Gespräche und Verhandlungen mit den Luftverkehrsgesellschaften, nachhaltige Vermarktung neuer Flugstrecken zur Stärkung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Bayern sowie das Projekt MUC2030

fortlaufend

fortlaufend

Bezug zur Strategie 2030+

Wirtschaftlicher Premium Hub
Grüne Mobilitätsdrehscheibe

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

9, 17

Kennzahlen im Jahresvergleich

Verkehrszahlen Luftfahrt
Passagierzahlen
Flugbewegungen
Verkehrszahlen

Weiterführende Informationen

Unser Airport
Infrastruktur: Ausbau für steigenden Mobilitätsbedarf
Drehkreuz Zukunft

Beispiele

Brandschutz, Personal- und Warenkontrollen, Sicherung des Flughafencampus

Bedeutung und Auswirkung 
  • Der Luftverkehr ist grundsätzlich und dauerhaft einer abstrakten Gefährdungslage ausgesetzt. Externe Risiken ergeben sich insbesondere durch terroristische Bedrohungen oder politisch motivierte Störaktionen. Daneben bestehen betriebliche Risiken, die die Sicherheit des Flugbetriebs beeinträchtigen können. Sowohl externe als auch betriebliche Gefahren können erhebliche Auswirkungen auf den sicheren Betrieb des Flughafens haben und betreffen gleichermaßen Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte. Der Schutz von Personen und die Gewährleistung eines sicheren Flugbetriebs sind daher von höchster Bedeutung.

Steuerung und Kontrolle
  • Bzgl. der Abwehr äußerer Gefahren (Security) nimmt die Konzernsicherheit die Eigensicherungspflichten des Flughafenbetreibers gem. § 8 Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) sowie die unternehmerische Gefahrenvorsorge wahr und ergreift diesbezüglich technische, organisatorische sowie personelle Maßnahmen, um für seine Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigten ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Hierzu zählen in erster Linie Personal- und Warenkontrollen, der Betrieb der Einsatzleitstelle, luftsicherheitsrechtliche Schulungen gem. nationaler und EU-spezifischer Vorgaben sowie das Zugangsmanagement. Sicherheitssysteme und -lösungen werden kontinuierlich weiterentwickelt. In enger Abstimmung mit den zuständigen (Sicherheits-)Behörden werden aktuelle Bedrohungslagen und sicherheitsrelevante Entwicklungen fortlaufend bewertet und erforderliche Maßnahmen umgesetzt.

  • Vor dem Hintergrund wiederholter Drohnensichtungen im Umfeld des Flughafens wurde eine eigenständige Funktion des Drohnenbeauftragten eingerichtet. Diese bündelt die bestehende Expertise und fungiert als zentrale Schnittstelle zu den zuständigen Sicherheitsbehörden sowie externen Partnern. Hier sind vor allem die Deutsche Flugsicherung (DFS) sowie die Polizeibehörden der bayerischen Landespolizei und der Bundespolizei zu nennen.

  • Im Rahmen der Abwehr betrieblicher Gefahren (Safety) ist die Flughafenfeuerwehr auf dem Gelände des Flughafens für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung im Flugzeug- und Gebäudebrandschutz sowie den Rettungsdienst verantwortlich. Von den beiden Feuerwachen aus erreichen die Einsatzkräfte innerhalb von 180 Sekunden alle flugbetriebsrelevanten Flächen und erfüllen damit die vorgeschriebenen Hilfsfristen für den Flugzeugbrandschutz. Dem Vogelschlag beugen wir durch ein spezielles Biotopmanagement vor, dadurch können wir die Bird Strike Rate auf einem niedrigen Niveau halten. Die Betriebserlaubnis des Flughafens München ist unmittelbar an die Zertifizierung der EASA (European Aviation Safety Agency) gekoppelt. Damit verbunden ist der fortwährende Nachweis der Einhaltung einschlägiger Anforderungen gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Regierung von Oberbayern, Luftamt Südbayern.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Der Flughafen München betreibt ein Safety-Management-System (SMS), mit dem der laufende Flug- und Abfertigungsbetrieb kontinuierlich im Hinblick auf Risiken und sicherheitsrelevante Entwicklungen überwacht wird. Auf dieser Grundlage können frühzeitig zielgerichtete Maßnahmen abgeleitet werden. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen tragen der Tatsache Rechnung, dass sich die Anforderungen an das Personal kontinuierlich verändern und ein hohes Maß an Fach- und Sachkompetenz vorausgesetzt wird. Für Beschäftigte mit Flughafenausweis ist zudem alle zwei Jahre ein verpflichtendes SMS-Basistraining vorgesehen. Diese Maßnahmen leisten einen Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden Sicherheitsstandards.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Sicherstellung eines reibungslosen und effizienten Luftverkehrs

Strategische Weiterentwicklung des FOD-Kontrollprogramms (FOD = Fremdkörper auf Flugbetriebsflächen) zur Verbesserung der FOD-Prävention, insbesondere durch Automatisierungsprojekte, mit dem Ziel einer nachhaltigen Reduzierung des FOD- und Müllaufkommens auf den Vorfeldflächen

fortlaufend

fortlaufend

Benennung eines Drohnenbeauftragten

2025

100

Durchführung von Security Awareness Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden am Campus 

fortlaufend

fortlaufend

Weiterentwicklung sowie Stärkung der Luftsicherheit​ insbesondere in den Bereichen Perimeterschutz und Sensorik

fortlaufend

fortlaufend

Cyber Security Programm

Umsetzung verschiedener organisatorischer und technischer Maßnahmen, um die allgemeine Schutzsituation gegenüber Cyberattacken in den Themen Protect, Detect und Respond zu verbessern

2025

100

Bezug zur Strategie 2030+

Wirtschaftlicher Premium Hub

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goal

9

Kennzahlen im Jahresvergleich

Einsatzzahlen Feuerwehr 

Weiterführende Informationen

Sicherheit: Hohe Standards
Safety/Security
FMSicherheit
Cyber Security 

Beispiele

Professionalisierung interner Prozesse, digitale Angebote, Wahrung der Privatsphäre und Datensicherheit 

Bedeutung und Auswirkung 
  • Die Digitalisierung und insbesondere der Einsatz von künstlicher Intelligenz wirken sich wesentlich auf zahlreiche Aspekte des Arbeitslebens sowie auf das Geschäftsmodell des Flughafens München aus. Neue technologische Möglichkeiten verändern bestehende Prozesse und fördern Innovationen sowie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeitenden. Extern und intern ergeben sich neben positiven Effekten durch Effizienzsteigerungen und Innovationen auch negative Auswirkungen, da mit der zunehmenden Nutzung digitaler Technologien erhöhte Risiken im Umgang mit personenbezogenen Daten verbunden sind. Die verbreitete Nutzung digitaler Kanäle (u. a. Website‑Besuche, Chatbot‑Konversationen und Online‑Buchungen) unterstreicht die zentrale Bedeutung digitaler Services für Kunden und Passagiere.

Steuerung und Kontrolle
  • Der Flughafen München will bei digitalen Innovationen führend unter den europäischen Flughäfen bleiben. Um der strategischen Bedeutung des Themas Rechnung zu tragen und die digitale Transformation gemeinsam mit Mitarbeitenden und Geschäftskunden zu gestalten, wurde die Stabsstelle »Digital« geschaffen. Zur Förderung von Austausch und Transparenz über Digital- und Innovationsvorhaben wurde eine bereichsübergreifende Plattform etabliert. Die Digital Community dient dabei als zentrales Steuerungs- und Austauschformat für laufende digitale Initiativen, mit klar benannten Verantwortlichkeiten und definierten Meilensteinen je Themenfeld. Expertinnen und Experten aus den Fachbereichen arbeiten konzernweit an den Themen Data & Analytics, Aviation, Commercial & Marketing, Workplace sowie Smart City zusammen.

  • Der Flughafen München hat 2025 den Rahmen für einen verantwortungsvollen und wirksamen Einsatz von KI und Daten weiter ausgebaut. Aufbauend auf dem 2024 eingeführten KI-Ethikkodex wurden mit der konzernweiten KI-Richtlinie, dem operativ arbeitenden KI-Expertenboard sowie klar definierten Prüf- und Freigabeprozessen verbindliche Governance-Strukturen geschaffen. Parallel wurde die Daten- und KI-Strategie weiterentwickelt und mit der Einführung des konzernweiten Data Lakes sowie einer einheitlichen Data Governance praktisch verankert. Qualifizierungsangebote – darunter das seit Oktober 2025 verpflichtende Web-Based Training für die Nutzung des Data Lakes – sowie strukturierte Use Case-Prozesse stellen sicher, dass KI und datenbasierte Anwendungen sowohl verantwortungsvoll als auch wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden und konzernweit einheitlichen Standards folgen.

  • Der Schutz personenbezogener Daten wird zusätzlich durch die Festlegung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Grundregeln sowie durch verpflichtende Umsetzungs- und Verhaltensregeln in der Datenschutzrichtlinie des FMG-Konzerns gewährleistet.


Ergebnisse und Entwicklung
  • 2025 wurde die Digitalstrategie weiter vorangetrieben und durch zentrale Maßnahmen untermauert: Mit der konzernweiten KI-Richtlinie, dem operativen KI-Expertenboard sowie der Weiterentwicklung der Daten- und KI-Strategie wurden wesentliche Steuerungsinstrumente etabliert. Die Einführung des konzernweiten Data Lakes und einer einheitlichen Data Governance stärkt zudem die Grundlage für datenbasierte Anwendungen, deren verantwortungsvoller Einsatz über klare Prozesse und verbindliche Qualifizierungsmaßnahmen sichergestellt wird. 

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Digitalisierung und Personalisierung der Customer Experience 

Bündelung der Touch Points für Kunden über Airport- und Partnerkanäle und Optimierung personalisierter Ansprache und Angebote 

2026 (verlängert) 

25

Implementierung dynamischer und digitaler Wegeführung im Terminal 1 zur zeitgerechten und flexiblen Passagiersteuerung im operativen Betrieb, zukünftig automatisiert gesteuerter Abruf verschiedener Szenarien durch Sensoren (Xovis)

2026

80

Digitalisierung der Arbeitswelt 

 

 

 

 

Einführung einer privaten 5G-Datenfunkinfrastruktur als Basis für verschiedene Anwendungsfälle wie autonome Mobilität und verstärkter IoT-Nutzung am Flughafen-Campus

2027

10

Vollständige Digitalisierung der Prozesse Störbeseitigung, Instandsetzung und Wartung der technischen Anlagen am Campus inkl. Einsatz von digitalen Endgeräten

2027 (verlängert)

85

Prozessdigitalisierung und -optimierung durch Workflow-Automatisierung und Process Mining

fortlaufend

fortlaufend

Weiterentwicklung der Airport Community App, die relevante Informationen digital für alle am Campus operativ tätigen Zielgruppen bereitstellt (unabhängig ob Airline, Flughafenbetreiber, Abfertigung)

fortlaufend

fortlaufend

Einführung digitaler IoT- und KI-Services zur Optimierung des Energie- und Lastmanagements

2025

100

Aufbau eines effizienten Datenmanagements

Stärkung der digitalen Kanäle für einen sicheren und effizienten Informationsfluss und Etablierung eines konzernweiten Datenmanagements als Grundlage für moderne Analysen, KI‑Anwendungen und schnelle Prototypen

2026 (verlängert)

25

Bezug zur Strategie 2030+

Modernes Unternehmen

Bezug zum Geschäftsmodell

Sustainable Development Goals

8, 9 

Kennzahlen im Jahresvergleich

Der Flughafen München misst die Leistung seiner Führungskräfte auch mithilfe nicht finanzieller Kennzahlen. Eine Steuerungskennzahl ist der PEI (Passagiererlebnisindex) als Messmodell für die Kundenzufriedenheit. Die Zufriedenheit mit digitalen Angeboten ist u. a. ein Teil der Befragung zum Passagiererlebnisindex. Der PEI wird im Konzernlagebericht beschrieben und die Entwicklung transparent dargestellt.

Steuerungskennzahlen
Zielerreichung
Ausblick

Weiterführende Informationen

Digital Airport
Digitale Transformation und Innovation
Datenschutz
Cyber Security 

Beispiele

Menschen- und Kinderrechte, Lohngerechtigkeit, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz

Bedeutung und Auswirkung
  • Das Beschaffungsportfolio des Flughafen München zeichnet sich durch eine hohe Diversität und Komplexität aus. Die Warengruppen decken ein umfassendes Spektrum ab: Von klassischem Bürobedarf über Fahrzeuge, IT-Hardware- und Software-Produkten bis hin zu infrastrukturellen Leistungen wie dem Hoch- und Tiefbau. Zwischen dem Flughafen München und regionalen Unternehmen bestehen zahlreiche Liefer- und Leistungsbeziehungen, die für kurze Transportwege sorgen und so CO2-Emissionen reduzieren. Die Bandbreite der Partnerunternehmen erstreckt sich dabei von spezialisierten Handwerksbetrieben bis hin zu landwirtschaftlichen Produzenten.

  • Die Beschaffungsaktivitäten haben sowohl interne als auch externe Auswirkungen: Positiv hervorzuheben sind insbesondere die regionalen Lieferbeziehungen, die Reduzierung von Transportdistanzen sowie die systematische Verankerung von Nachhaltigkeitsanforderungen entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette. Gleichzeitig bestehen potenzielle Risiken im Hinblick auf die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitsstandards und umweltbezogenen Verpflichtungen entlang der Lieferkette. Diese Risiken werden durch klar definierte Vorgaben, verbindliche Compliance-Anforderungen und strukturierte Prüf- und Kontrollmechanismen gezielt gesteuert und kontinuierlich überwacht. 

Steuerung und Kontrolle
  • Der Flughafen München Konzern ist als Sektorenauftraggeber im Bereich »Häfen und Flughäfen« tätig, daher richtet sich die Beschaffung grundsätzlich nach dem Kartellvergaberecht. Öffentliche Aufträge werden nach den verbindlichen Vorgaben des Vergaberechts europaweit ausgeschrieben. Aufträge, die nicht unter das Kartellvergaberecht fallen, schreiben wir in der Regel nach einem unternehmensspezifischen, formalisierten Verfahren aus.

  • Der Flughafen München erwartet von allen Geschäftspartnern, dass sie Menschenrechte, internationale Arbeitsstandards und umweltbezogene Verpflichtungen einhalten. Zur Unterstützung stellt der Konzern Schulungsunterlagen bereit. Die grundlegenden Werte und Verhaltensanforderungen sind im Code of Conduct des Konzerns festgehalten und werden durch die Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten konkretisiert.

  • Um zukünftig die Anforderungen an eine verantwortungsvolle und nachhaltige Zusammenarbeit mit den externen Geschäftspartnern spezifischer und zielgerichteter zu formulieren, werden diese Ansprüche ab Januar 2026 in einem separaten Geschäftspartnerkodex festgehalten. Dieser übersetzt unsere Werte und Standards in klare und verbindliche Anforderungen an unsere Geschäftspartner und die resultierende Lieferkette und stärkt ihre Einbindung in unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Er ist seit Januar 2026 in neuen Vertragsverhältnissen verankert.

  • Zur Überwachung der Einhaltung der Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzt (LkSG) kommen mehrere Instrumente zum Einsatz: Ein interdisziplinäres LkSG-Risikoboard, eine interne Meldestelle, ein elektronisches Hinweisgebersystem, eine Online-Anwendung zur internen sowie externen Risikoanalyse, eine Verfahrensordnung sowie ein systematisches Medienscreening. Diese Instrumente dienen der Identifikation, Bewertung und Steuerung potenzieller Risiken.

Ergebnisse und Entwicklung
  • Zur Überwachung der Einhaltung der menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltspflichten wurden im Berichtsjahr verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Das interdisziplinäre Risikoboard begleitete die Prozesse zur Risikoidentifikation und -bewertung. Regelmäßige Risikoanalysen und Schulungen wurden durchgeführt, und das elektronische Hinweisgebersystem stand für Meldungen potenzieller Verstöße zur Verfügung. Der neu eingeführte Geschäftspartnerkodex ergänzt das bestehende Steuerungsinstrumentarium und stärkt die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Compliance in der Lieferkette. Durch die Weiterentwicklung der Instrumente – insbesondere in Bezug auf Risikoanalyse, Geschäftspartnerprüfung und Berücksichtigung regulatorischer Entwicklungen – wurden die bestehenden Prozesse optimiert.

Ziele und Maßnahmen

Als Fahrplan für die nachhaltige Entwicklung dient das strategische Nachhaltigkeitsprogramm. Hier werden zu jedem wesentlichen Thema Ziele dargestellt und in einzelnen Maßnahmen konkretisiert. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Nachhaltigkeitsprogramm
 

Ziel

Maßnahme

Maßnahmenende

Status in %

Implementierung einer messbaren Nachhaltigkeitsstrategie im Einkauf

Erstellung eines Umsetzungskonzeptes und Einführung von Nachhaltigkeits-KPIs zur Implementierung einer messbaren Nachhaltigkeitsstrategie im Einkauf 

2026 (verlängert)

70

Stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Lieferantenmanagement

Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Lieferantenmanagement; sowohl im Bewertungsprozess als auch in den Entwicklungsgesprächen mit den strategischen Lieferanten

fortlaufend

fortlaufend

Stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Beschaffungsprozess

Zur wirkungsvollen Umsetzung von Nachhaltigkeit im Beschaffungsprozess müssen bereits im vorgelagerten Prozess der Bedarfsspezifikation die wesentlichen Faktoren für eine verstärkte Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsfaktoren definiert werden.
Daher werden in Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und Einkauf in nach Wesentlichkeit ausgewählten Pilotprojekten oder über den Warengruppenstrategie-Prozess ganzheitlich wirkungsvolle Maßnahmen bezüglich der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten für definierte Warengruppen gemeinschaftlich erarbeitet.

fortlaufend

fortlaufend